Konten für Glückspiel und Gourmetessen geplündert

Starnberg - Gelegenheit macht Diebe - und Gelegenheiten hatte der 52-jährige Bankmitarbeiter genug, sich an Sparkonten von Kunden zu bereichern. Die Quittung: 2 Jahre und 9 Monate Haft.

Der gebürtige Grazer ist gelernter Koch und war auch als Kellner tätig gewesen, als er 1998 als Quereinsteiger zur VR Bank kam. Eingesetzt wurde er als Service-Kraft an der Kasse.

Weil er dort weitgehend unbeobachtet war, buchte er für sich von Kundensparbüchern Beträge zwischen 1000 und 30 000 Euro ab - ingesamt 167 000 Euro im Laufe der Zeit. Er machte es geschickt, weil er sich stets an den Konten der Kunden vergriff, die nur sehr selten in der Bankfiliale auftauchten.

Ans Licht kam die Sache, als eine nach Neuseeland ausgewanderte Kunde bei einem Deutschland-Besuch feststellte, dass ihr Sparkonto geplündert war. Das veruntreute Geld hatte der Angeklagte übrigens für exzessives Lotto-Spiel und für das eine oder andere schicke Essen mit seiner damaligen Verlobten ausgegeben. Hinter Gittern muss er sich nun mit magerer Kost begnügen.

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