Kreistag für Gymnasium in Herrsching

Herrsching/Starnberg - Der Antrag wird gestellt: Der Starnberger Kreistag hat sich am Montag mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, beim Kultusministerium den Bau eines Gymnasiums in Herrsching zu beantragen - und eine FOS/BOS gleich mit. Nicht alle sind davon begeistert.

"Ein guter Tag", freute sich Jens Waltermann, Vorsitzender des Fördervereines für ein zweites Gymnasium im westlichen Landkreis Starnberg. Seine Mitstreiter und er haben ein wichtiges Ziel erreicht, denn der Landkreis Starnberg wird beim Freistaat ein Gymnasium in Herrsching beantragen. Mit einer Entscheidung wird noch in diesem Jahr gerechnet.

Längst nicht alle können darüber jubeln. Im Kreistag stimmten 15 Mitglieder gegen den Gymnasiumsplan. Vor allem von Seiten der Bürgermeister kam Widerstand, die bei Investitionen von grob geschätzt 24 Millionen Euro eine steigende Kreisumlage und damit weniger Geld für ihre Gemeinden befürchten. Manfred Walter (SPD), Bürgermeister von Gilching, fürchtet gar ein Ende des Zweckverbandes, der das Gilchinger Gymnasium unterhält. Käme dies, blieben die Gemeinden unter Umständen auf bis zu 20 Millionen Euro Schulden sitzen.

Die Mehrheit ließ sich davon nicht beirren. Untersuchungen hatten ergeben, dass ein Gymnasium in Herrsching dreizügig möglich ist und Gilching trotzdem im Bestand nicht gefährdet wäre - auch wenn es bis zu 450 Schüler verlieren würde.

Zugleich beschloss der Kreistag, für eine FOS/BOS eine Probeeinschreibung im Frühjahr 2013 abzuhalten. Auch eine solche Schule soll beantragt werden, auch sie wäre laut Studien auf Dauer gesichert. Man rechnet mit rund 500 Schülern.

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