Landkreis setzt Klimapakt um

Eigene Stelle für den Klimaschutz

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Landkreis – Lange hechelte der Landkreis Starnberg seinen Nachbarkreisen in Sachen Klimaschutz hinterher – das soll sich nun ändern.

Der Kreistag beschloss in seiner Sitzung am Montagmorgen die Umsetzung des Klimapakts. Damit verbunden ist auch die dauerhafte Schaffung einer Stelle für die Klimaschutzmanagerin Josefine Anderer-Hirt. Deren Stelle wird bislang vom Land gefördert, soll aber auch nach Ende der Zuschussphase im März 2017 fortbestehen – dann über den Stellenplan des Landkreises.

Anderer-Hirt attestierten die Kreisräte unisono eine „hervorragende Arbeit“. So meinte Harald Schwab (CSU): „Mich begeistert der vorgelegte Klimapakt nachdrücklich.“ Er lobte vor allem, dass die Gemeinden die Wahl zwischen ganz konkreten, pragmatischen Dingen hätten, die auch umsetzbar seien.

Landrat Roth: "Am Ende müssen es die Kommunen umsetzen"

Im Klimapakt ist ein ganzes Bündel von großen und kleinen Vorhaben aufgeführt, aus denen sich die Gemeinden, die sich entschließen, dem Pakt beizutreten, die jeweils realisierbaren auswählen können. Womit man auch schon beim Knackpunkt des Ganzen angekommen ist: „Wir als Landkreis können konkrete Schritte gegen den Klimawandel initiieren und den Prozess moderieren – umsetzen müssen es aber am Ende die Kommunen“, sagte Landrat Karl Roth (CSU) in der Debatte.

Klimaschutzmanagerin soll "den Kampf nicht aufgeben"

Bislang hätten sich drei Gemeinden dafür ausgesprochen, Teil des Klimapaktes zu werden. Das sollten schnell mehr werden. „Öffentlichkeitsarbeit ist das A&O“, meinte denn auch der Grüne Anton Maier. Derzeit „leben wir im fossilen Zeitalter und das ist ungesund“, setzte er hinzu. 

Der Kampf gegen den Klimawandel sei ein „Anrennen gegen Wände.“ Die Klimaschutzmanagerin Anderer-Hirt solle die dauerhafte Einrichtung ihrer Stelle „als Ansporn verstehen, den Kampf nicht aufzugeben.“

Werbekampagne für E-Zweitwagen geplant

Plakative Maßnahmen wünschte sich indes Wolfgang Weber-Guskar (FDP): „Warum nicht eine Bannmeile von 500 Metern rund um Schulen für Autos mit Verbrennungsmotor ausweisen?“ E-Mobilität war in der Debatte ohnehin ein wichtiges Thema. 

So soll neben der Imagekampagne zum Klimaschutz, die noch in diesem Jahr starten soll, auch eine Werbekampagne dafür sorgen, dass der Zweitwagen der Starnberger Familien in Zukunft elektrisch angetrieben wird – am besten mit erneuerbaren Energien.

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