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Bildung wiegt schwer: Landrat Karl Roth (r.) hebt die begehrte Messingtafel in die Höhe, die den Landkreis als Bildungsregion ausweist. „Das ist Eure!“, ruft er. Kultusminister Ludwig Spaenle applaudiert.

Auszeichnung vom Minister

Landkreis endlich wirklich gebildet

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Landkreis - Jetzt ist es offiziell: Der Landkreis Starnberg ist Bildungsregion in Bayern. Gestern Abend war ein Festakt mit Kultusminister Ludwig Spaenle.

Es dürfte keine Überraschung sein, dass der Landkreis Starnberg die Prüfung für das Gütesiegel Bildungsregion in Bayern erfolgreich absolviert hat. Es gibt inzwischen alle Schultypen im Landkreis, sogar die BOS/FOS, zahlreiche besondere Angebote beruflicher Schulen, eine Übertrittsquote auf weiterführende Schulen von fast 80 Prozent und jede Menge Akademiker. Trotzdem war die Freude gestern Abend bei den knapp 100 Gästen im Landratsamt groß, als Kultusminister Ludwig Spaenle offiziell eine Messingtafel mit der begehrten Aufschrift „Landkreis Starnberg - Bildungsregion in Bayern 2015“ an Landrat Karl Roth übergab.

Dabei ist die Auszeichnung weder mit Geld noch mit konkreten Fördermaßnahmen verbunden. Die rund 140 Menschen, die sich mit dem Thema Bildung beschäftigen, haben zweieinhalb Jahre lang hart dafür gearbeitet, Daten gesammelt und ausgewertet, 35 Arbeitskreissitzungen bestritten und viele, viele Gespräche geführt. Sie haben sich vernetzt. Das sei einer der großen Gewinne des durchlaufenen Prozesses, sagte die Fachbereichleiterin Jugend, Rosemarie Merkl-Griesbach. „Der Landkreis ist näher zusammengerückt.“

Wichtig auch für Flüchtlinge

Das Kultusministerium, das den Prozess begleitete, hatte die Erarbeitung von fünf Säulen (siehe Kasten) verlangt. Merkl-Griesbach mahnte an, dass es dringend eine sechste Säule geben müsse. „Durch die Zuwanderung von jungen Flüchtlingen und Menschen, die bei uns arbeiten und ihre Familien nachholen.“ Bestenfalls würde diese Säule im Landratsamt Fachbereich Asyl angedockt.

Bei Spaenle rannte sie damit offene Türen ein. Jugendlichen mit Bleibeperspektive könnten durch den im Landkreis angepeilten Bildungrat besser integriert und gefördert werden. Besonders gut gefiel ihm der Tag der Ausbildung, bei dem junge Menschen Berufe kennen lernen können: „Den Tag der Ausbildung mit dem Buß- und Bettag in einen Sinnzusammenhang zu bringen, ist toll.“

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