Vor sechs Jahren in Inning: Wahlhelfer zählen im Rathaus der Ammerseegemeinde die Briefwahlunterlagen aus. Foto: svj

Briefwahl liegt im Trend

Landkreis - Briefwahl liegt im Trend: In manchen Gemeinden im Landkreis Starnberg hat sich im Vergleich zur Kommunalwahl 2008 die Zahl der Briefwähler nahezu verdoppelt.

Viele Wähler bevorzugen die Briefwahl - gemütlich auf dem Sofa daheim die Kreuzchen setzen. Auch im Landkreis Starnberg ist das nicht anders. Die Gemeinde Gauting hat bis drei Tage vor der Kommunalwahl 4400 Briefwähler gezählt bei rund 15 500 Wahlberechtigten. Bei der Kommunalwahl 2008 waren es noch 2500. Doch die Gemeinde war vorbereitet: „Wir hatten den Sprung schon bei den Landtagswahlen im September gespürt, da waren es rund 5000 Briefwähler“, erklärt Wahlleiter Francesco Cataldo.

Fast verdoppelt haben sich auch die Zahlen in Wörthsee: Das Rathaus meldete 1383 Briefwähler bei 3800 Wahlberechtigten. 2008 waren es gerade einmal 744 Personen, die den bequemeren Weg vorzogen.

Und auch Starnberg ist verglichen zur Wahl 2008 um 1750 Briefwähler reicher geworden: von 3500 wuchs die Zahl auf 5250 Personen. Starnberg hat 18 300 Wahlberechtigte. „Briefwahl ist Trend“, sagt Wahlleiter Augustin Ullmann.

Es gibt aber auch Gemeinden, in denen der traditionelle Weg zur Wahlurne nicht so rasch verlassen wird. In Tutzing gibt es rund 7600 Wahlberechtigte, davon sind etwa 2600 Briefwähler. 2008 waren es nur 300 weniger, nämlich 2300. Aber die Wahl ist ja auch noch nicht vorbei: „Wir rechnen noch mit 100 bis 200 weiteren Briefwahlunterlagen“, sagt Wahlleiter Marcus Grätz.

Auch in Herrsching ist die Zahl der Briefwähler relativ konstant: Unter rund 8200 Wahlberechtigten befinden sich aktuell 2363 Briefwähler. 2008 waren es 2163 Personen. Viel mehr Briefwahlzettel werden in Herrsching bis zum Fristende nicht mehr erwartet, sagt Wahlleiter Günther Pausewang.

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