Zahl der Unfallopfer rückläufig

Landkreis - Die Unfallzahlen im Landkreis Starnberg sind im vorigen Jahr leicht gestiegen. Die Schwere der Folgen jedoch nahm ab - die Zahl der Todesopfer hat sich halbiert.

Mehr Unfälle, weniger Opfer - die Unfallstatistik für den Landkreis ist unterm Strich eher gut als schlecht. Dennoch ereigneten sich 2013 statistisch gesehen jeden Tag zwölf Unfälle mit zwei Verletzten. Einen Trend will Johannes Bauer, Verkehrssachbearbeiter der Polizei, daraus nicht ableiten: „Wie alle Jahre ist es lediglich eine Momentaufnahme. Die Schwankungen nach oben oder nach unten sind immer festzustellen.“

Die Schwankungen bedeuten in diesem Fall: Die Zahl der Unfälle stieg um 2,19 Prozent auf 4414. Im Zehn-Jahres-Vergleich zu 2003 ist die Zahl um 16 Prozent gestiegen. Genau andersherum entwickelten sich die Zahlen der Unfallopfer. Es gab so wenige Verletzte wie seit Jahren nicht, nämlich 654 (- 4,66 %), die Zahl der Verkehrstoten lag mit vier auf einem der niedrigsten Stände überhaupt. 2012 waren neun Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verkehrtoten erreichte damit einen der niedrigsten Werte der vergangenen 40 Jahre. Nur 2005 und 2006 kamen weniger Menschen im Straßenverkehr ums Leben.

Die Unfälle selbst werden noch in so genannte Qualifizierte Unfälle (1830, + 1,0 %) und Kleinunfälle (2584, + 3,07 %) unterteilt. Letztere sind etwa die klassischen Parkunfälle. Hauptursachen sind unverändert Fehler beim Abbiegen oder Überholen. Geschwindigkeit war Ursache bei jedem zwölften Unfall, Alkohol von jedem 36.. Bauers Fazit: „Der Anstieg der Verkehrsunfälle mit den Unfallursachen Alkohol konnte gestoppt werden, die mit der Ursache Geschwindigkeit stieg leicht. Entsprechende Kontrollen der Polizei im Landkreis zur Senkung dieser beiden Unfallursachen werden weiterhin durchgeführt.“

Auf hohem Niveau bleibt die Zahl der Unfallfluchten und ist damit ein Beweis, dass das Niveau des Verantwortungsbewusstseins eher niedrig ist: 990 Fluchten wurden angezeigt - also kümmerte sich mehr als ein Fünftel der Unfallversacher nicht um den Schaden. Die Zahl ging 2013 leicht zurück. 39,1 Prozent wurden geklärt. 33 Menschen erlitten Verletzungen, deutlich weniger als 2012.

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