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Landrat fordert zivilen Flugverkehr

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Wieder ein Thema: der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen.

Oberpfaffenhofen - Gerade war es ruhig geworden um den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen, da sorgt ein neuer Antrag für Wirbel: Der Landkreis Erding fordert seine Öffnung für die zivile Luftfahrt.

Erdings Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) will Flugzeuge, die auf dem Münchner Airport den Verkehr aufhalten, nach Oberpfaffenhofen lotsen. Beim Regionalen Planungsverband (RPV) hat er nun die Öffnung des Sonderflughafens „für den zivilen Flugverkehr“ gefordert. Der Ausschuss des RPV berät am 30. April darüber.

Starnbergs Landrat Karl Roth zeigte sich am Freitag überrascht von dem Erdinger Ansinnen. Zunächst war seinen Angaben nach die SPD in Erding mit einem entsprechenden Antrag vorgeprescht, der im Kreistag eine Mehrheit fand. „In der Hoffnung, dass man sich die dritte Startbahn sparen kann“, weiß Roth. Diese wurde bekanntlich per Bürgerentscheid abgelehnt. Der Ausschusssitzung des RPV, dem die Landeshauptstadt und die Landkreise drumherum angehören, sieht Roth zwar „entspannt“ entgegen. Ein wenig Sorge schwingt aber mit: „Die im Norden könnten sagen, das ist eine gute Idee.“

Weßlings Bürgermeister Michael Muther sieht „keine Riesengefahr auf Weßling zukommen“. Der Rathauschef verwies am Freitag auf die geänderte Fassung des Landesentwicklungsprogramms (LEP), die demnächst von der Staatsregierung beschlossen werden soll. In ihr sind auch Geschäftsflieger in Oberpfaffenhofen unerwünscht. Rechtlich hat das aber keine Auswirkungen, weil höchstrichterlich entschieden worden ist, dass Geschäftsflieger Oberpfaffenhofen ansteuern dürfen. 9725 Flugbewegungen pro Jahr sind genehmigt. Ausgeschöpft wird davon derzeit nur ein Bruchteil.

Landrat Karl Roth geht trotz des Erdinger Antrags davon aus, dass das LEP durchgezogen wird: „Dann wäre zunächst Ruhe.“ Mit den 9725 Flugbewegungen kann er leben.

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