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Vorsichtsmaßnahme: Am Ammersee wird nach dem bestätigten Fall von Vogelgrippe die Sperrzone, in der Stallpflicht für Geflügel gilt, deutlich vergrößert.

Vogelgrippe

Landratsamt vergrößert Schutzzone

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Landkreis - Nach dem bestätigten Vogelgrippe-Fall am Ammersee sind weitere tote Wasservögel gefunden worden. Kein Grund zur Panik, aber auf jeden Fall zur Vorsicht.

Erst am vergangenen Samstag war Horst Guckelsberger mit seiner Mannschaft rund um den Starnberger See unterwegs, um die Wasservögel zu zählen, die derzeit ihr Revier aufschlagen. Bezüglich des bestätigten Falles von Vogelgrippe in Breitbrunn hegte der Vorsitzende der Kreisgruppe Starnberg im Landesbund für Vogelschutz Zweifel, ob es sich bei dem toten Tier in Breitbrunn (wir berichteten) tatsächlich um eine Seeschwalbe handelt. „Es ist zwar egal, was es für ein Vogel ist, aber Seeschwalben kommen eigentlich erst ab März, April zu uns.“ Und er hat Recht, denn wie aus dem Landratsamt gestern zu hören war, handelt es sich bei dem Fall in Breitbrunn nicht um eine Seeschwalbe, sondern um eine Lachmöwe. 

Unterdessen sind am Ufer des Starnberger Sees weitere tote Wasservögel gefunden worden. „Vorsicht, das sind im Moment noch nur tote Vögel. Auch diese Tiere sterben mal ohne Vogelgrippe“, sagt Stefan Diebl. Der Sprecher des Landratsamtes Starnberg erklärt aber, dass weitere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden – vor allem, um einen Übergriff des bereits bestätigten Virus’ (H5N8) auf die Betriebe mit Geflügelhaltung zu verhindern. Guckelsberger: „Das wäre dann wirklich eine wirtschaftliche Katastrophe.“ 

Wie Diebl berichtet, sind am Montag ein toter Schwan und eine tote Ente sowie am Dienstag zwei verendete Blässhühner und zwei weitere Wildvögel im Veterinäramt gelandet. „Da liegen mir die Ergebnisse aber noch nicht vor.“ In so einem Fall dürfe man noch nicht von einem Verdachtsfall sprechen. Erst wenn die Untersuchungen der toten Vögel im Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) einen positiven Befund ergeben, könne man von einem Verdachtsfall sprechen. Das sei wie eine Art A-Probe. Erst wenn der Verdacht anschließend im Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschung für Tiergesundheit) bestätigt würde, könne man tatsächlich von Vogelgrippe sprechen. Für Landwirte und Verbraucher hat das Landratsamt unter www.lk-starnberg.de/vogelgrippefaq alle wichtigen Fragen und Antworten zusammengefasst. 

Außerdem, so Diebl, wird die Beobachtungszone (bisher 3000 Meter Radius um den Fundort Breitbrunn) erweitert und eine Drei-Kilometer-Schutzzone rund um das Ammerseeufer eingerichtet. Diese „Seuchenprophylaxe“ betrifft die Landkreise Landsberg am Lech, Starnberg und Weilheim-Schongau. In diesem Gebiet gilt vorsichtshalber Stallpflicht für alle Geflügelbetriebe. Im Landkreis Starnberg geht es dabei um 71 Geflügelhalter mit etwa 8650 Hühnern, 45 Gänsen und 206 Enten.

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