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Bevor die ersten Ergebnisse eingingen, war noch Zeit für ein Gruppenbild der Direktkandidaten mit Landrat Karl Roth (M.). 

Ticker zur Landtagswahl Bayern

Landrat rechnet mit Seehofer ab - Eiling-Hütig zieht erneut ein

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  • Hanna von Prittwitz
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  • Sebastian Raviol
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  • Michael Stürzer

Spannende Stunden bei der Landtagswahl: Die Auszählung läuft. Wie der Landkreis Starnberg wählt und alle Reaktionen und News dazu, berichten wir hier live im Ticker.

+++ Aktualisieren +++ 

23.50 Uhr: Der Wahlabend ist gelaufen. Für die alte und neue Stimmkreisabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig gab es gegen Mitternacht noch Blumen vom Landrat und der CSU. Mit diesem Siegerbild beendet wir den Liveticker zur Landtagswahl. Gute Nacht. 

Die Siegerin: Dr. Ute Eiling-Hütig (3.v.l.) mit Landrat Karl Roth, CSU-Kreischefin Stefanie von Winning (l.) und Ute Nicolaisen-März.

23.46 Uhr: Damit steht das vorläufige Gesamtergebnis für den Stimmkreis Starnberg fest. Erststimmen: CSU 30,64 Prozent, Grüne 26,67 Prozent, Freie Wähler 11,46 Prozent, FDP 9,75 Prozent, SPD 8,05 Prozent, AfD 6,75 Prozent. Zweitstimmen: CSU 32,83 Prozent, Grüne 26,40 Prozent, FDP 9,30 Prozent, Freie Wähler 9,08 Prozent, SPD 8,84 Prozent, AfD 6,60 Prozent.

23.38 Uhr: Die Ergebnisse aus der letzten Gemeinde sind da: Gauting liefert. Erststimmen: Grüne 30,05 Prozent, CSU 28,40 Prozent, FDP 12,79 Prozent, SPD 8,37 Prozent, Freie Wähler 7,64 Prozent, AfD 6,67 Prozent. Zweitstimmen: CSU 30,64 Prozent, Grüne 30,05 Prozent, FDP 11,50 Prozent, SPD 8,99 Prozent, Freie Wähler 6,85 Prozent, AfD 6,60 Prozent.

23.28 Uhr: Für Dr. Ute Eiling-Hütig gibt es Blumen von den Parteikollegen. Ihr Sieg steht fest: Sie zieht als Direktkandidatin erneut in den Landtag ein. Auch Mitglieder anderer Parteien gratulieren.

23.16 Uhr: Nun steht nur noch das Ergebnis aus der Gemeinde Gauting aus. Auf das warten weiter einige Besucher im Landratsamt.

23.14 Uhr: Nun ist auch das Ergebnis aus Gilching im Landratsamt angekommen. Erststimmen: CSU 31,13 Prozent, Grüne 22,21 Prozent, SPD 14,20 Prozent, Freie Wähler 11,22 Prozent, AfD 7,61 Prozent, FDP 6,81 Prozent. Zweitstimmen aus Gilching: CSU 26,92 Prozent, Grüne 22,85 Prozent, Freie Wähler 20,40 Prozent, SPD 9,53 Prozent, AfD 7,71 Prozent, FDP 6,05 Prozent.

22.44 Uhr: Auch bei der Gemeinde Berg hatte es lange gedauert. Kurios: Bürgermeister Rupert Monn hatte bereits besorgt zum Handy gegriffen - wenige Momente später erschien das Ergebnis auf der Leinwand.

22.42 Uhr: Wo bleiben die Ergebnisse aus Gauting und Gilching? Das sind eben große Gemeinden, sagt Landrat Karl Roth. Derweil gehen die ersten Besucher.

22.20 Uhr: Hier ist das Erststimmen-Ergebnis aus Berg: CSU 38,13 Prozent, Grüne 21,95 Prozent, FDP 10,49 Prozent, Freie Wähler 9,69 Prozent, SPD 6,6 Prozent, AfD 6,51 Prozent. Bei den Zweitstimmen sieht es in Berg wie folgt aus: CSU 35,91 Prozent, Grüne 22,77 Prozent, FDP 11 Prozent, Freie Wähler 10,61 Prozent, AfD 6,83 Prozent, SPD 6,37 Prozent.

22.06 Uhr: Der Saal im Landratsamt ist weiter gut gefüllt. Die Besucher warten die letzten Ergebnisse gespannt ab.

22.02 Uhr: Das Ergebnis aus Starnberg liegt vor - die Erststimmen: CSU 31,22 Prozent, SPD 7,48 Prozent, FW 9,98 Prozent, Grüne 25,18 Prozent, FDP 12,10 Prozent, AfD 7,59 Prozent. Zweitstimmen: CSU 32,94 Prozent, SPD 7,35 Prozent, FW 9,64 Prozent, Grüne 24,92 Prozent, FDP 11,06 Prozent, AfD 7,16 Prozent.

22 Uhr: Inzwischen sind es 15 von 17. Der Zwischenstand bei der Erststimmen:

21.45 Uhr: Es sind jetzt 13 von 17, aber die großen Gemeinden Starnberg, Gauting und Gilching zählen nicht. Derzeit liegt die CSU-Kandidatin vier Prozent vorne.

21.35 Uhr: 12 von 17 Gemeinden sind ausgezählt. Eiling-Hütig liegt weiter knapp vorn - aber die großen Gemeinden kommen noch.

21.22 Uhr: Für Anne Franke (Grüne) zeichnet sich damit in der Direktkandidatur Platz zwei hinter Dr. Ute Eiling-Hütig ab. "Damit hätte ich nie gerechnet", sagt die Gautingerin. Dass sogar Platz eins möglich wäre, "kam mir erst in der letzten Woche. Aber das hätte ich nicht zu träumen gewagt." Sie freut sich über die Prozentpunkte: "Das Ergebnis finde ich wunderbar." Der Abstand zwischen ihr und der CSU-Kandidatin ist derzeit auf weniger als fünf Prozent geschrumpt.

21.20 Uhr: Das Ergebnis von Weßling liegt vor - und das ist ein Knaller für die Grünen, denn sie haben dort bei den Erststimmen den Sieg erringen. Die Zahlen: Erststimme: CSU 24,1; SPD 9,1; FW 14,4; Grüne 32,6; FDP 7; AfD 5,6. Zweitstimme: CSU 27,8; SPD 9,9; FW 10,0; Grüne 32,1; FDP 6,9; AfD 5,7.

21.15 Uhr: Weitere Ergebnisse laufen ein, inzwischen sind es zehn von 17. Der Gesamtstand: Bei der Erststimme liegt die CSU mit 32,8 Prozent vor den Grünen mit 26,7 Prozent. Bei der Zweitstimme hat die CSU etwas mehr die Nase vorn.

Ergebnis Iffeldorf: Erststimme: CSU 30,5; SPD 12,5; FW 10,5; Grüne 26,3; FDP 5,9; AfD 5,3. Zweitstimme: CSU 33,9; SPD 12,1; FW 8,5; Grüne 26,3; FDP 6,1; AfD 4,8.

21.06 Uhr: Inning ist da. Die gerundeten Ergebnisse: Erststimme: CSU 30,6; SPD 6,9; FW 12,2; Grüne 28,1; FDP 9; AfD 6,3. Zweitstimme: CSU 34,4; SPD 6,9; FW 8,9; Grüne 28,5; FDP 8,5; AfD 6,1.

21.04 Uhr: Sieben sind es, weil auch Krailling gemeldet hat. Erststimme: CSU 31,6; SPD 9,7; FW 8,5; Grüne 28,3; FDP 11,1; AfD 5,6. Zweitstimme: CSU 33,4; SPD 10,1; FW 7,9; Grüne 28,3; FDP 10,4; AfD 5,4.

21.02 Uhr: Nach sieben von 17 Gemeinden zeigt sich dieses Bild: Dr. Ute Eiling-Hütig liegt mit 33,1 Prozent vor Anne Franke mit 26,9 Prozent.  Danach kommt lange nichts bei den Erststimmen. 

21 Uhr: Gong, das nächste Ergebnis - Tutzing. Erststimme: Erststimme: CSU 32,2; SPD 6,7; FW 10,5; Grüne 27,4; FDP 9,45; AfD 6,8. Zweitstimme: CSU 32,7; SPD 6,6; FW 9,6; Grüne 28,3; FDP 8,7; AfD 6,8.

20.55 Uhr:  Bernried ist da. Erststimme: CSU 31,4; SPD 8,16; FW 10,12; Grüne 29,9; FDP 6,19; AfD 5,44. Zweitstimme: CSU 31,3; SPD 8,3; FW 9,6; Grüne 29,77; FDP 7,1; AfD 5,08.

20.45 Uhr: Jetzt kommt langsam Tempo rein - Pöcking hat gemeldet. 33,6 % für Eiling-Hütig, 25,03 für Franke. Kern 8,3; Vilsmayer 10,85; Hundesrügge 9,72; Radtke 6,12. Zweitstimme: CSU 34,36; SPD 8,15; FW 10,22; Grüne 25,34; FDP 9,20; Linke 2,16; AfD 6,19.

20.40 Uhr: Nach drei von 17 Gemeinden ist das Ergebnis nicht sonderlich aussagekräftig. Aber: Eiling-Hütig führt mit 34,7 Prozent vor Anne Franke mit 26,06 Prozent. Das entspricht in etwa den Prognosen - wenn es denn so bleibt.

20.30 Uhr: Feldafing hat gemeldet. Im Heimatort der CSU-Kandidatin erhielt sie 38,8 Prozent. Anne Frank bekam 25,45 Prozent. Die weiteren Erststimmen: FDP 9,17, SPD 8,0, FW 6,95, AfD 6,34. Zweitstimme: CSU 35,55; SPD 8,3; FW 6,28; Grüne 26,32; FDP 10,53; AfD 6,28.  Wahlbeteiligung: 79,55.

20.22 Uhr: In Andechs lag die Wahlbeteiligung bei 83,13 Prozent, in Wörthsee bei 85,4 Prozent. Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler (PWG, also Freie Wähler) ist froh über die hohe Wahlbeteiligung: "Das zeigt, dass die Bürger daran interessiert sind, was in unserem schönen Bayern passiert." Negativ sei aber, dass mit der AfD der rechte Rand gestärkt worden sei. "Ich hoffe, dass sie im Landkreis einstellig bleiben."

Blick auf die Ergebnisse: Im Landratsamt Starnberg werden die Ergebnisse ausgehängt, bisher sind es aber nur wenige.

20.20 Uhr: Matthias Vilsmayer und Dr. Ute Eiling-Hütig machen gemeinsam Fotos. "Die sind schon auf Kuschelkurs", sagt eine Grünen-Funktionärin spöttisch. Derzeit kommen gerade keine neuen Ergebnisse aus Gemeinden rein. 

20.16 Uhr: Zwei von 17 Gemeinden besagen nicht viel, aber einen Trend gibt es schon. Die CSU liegt bei den Zweitstimmen bei 36, die Grünen bei 26. 

20.12 Uhr: Dr. Ute Eiling Hütig (CSU) hat sich zum Ergebnis geäußert. Sie sagt: "Das ist kein schönes Ergebnis für uns. Wir werden das aufarbeiten. Für Personalfragen ist es aber zu früh." Positiv sei aber, dass die CSU weiter stärkste Partei ist. "Was mir zu denken gibt, ist das schlechte Ergebnis der SPD - das ist nicht gut." Dafür sei gut, dass die AfD schlechter als erwartet abgeschnitten hat. Ob sich Eiling-Hütig als Direktkandidatin im Stimmkreis Starnberg wirklich durchsetzt, steht noch nicht fest. Nach zwei von 17 Gemeinden liegt sie mit sechs Prozent vorn.

Der Zwischenstand:

20.05 Uhr: Andechs hat ebenfalls geliefert. Die Ergebnisse von dort:

Dr. Eiling-Hütig(CSU) 36,24%

Franke (GRÜNE) 20,13%

Vilsmayer (FREIE WÄHLER) 12,53% 

Pfänder (BP) 7,79%

Radtke (AfD) 7,11%

Kern (SPD) 6,24%

Hundesrügge (FDP) 5,42%

Feilzer (DIE LINKE) 1,98%

Kühn (ÖDP) 1,69% 

King (mut) 0,39%

Lange (V-Partei³) 0,24% 

Kohler (PIRATEN) 0,24%

20 Uhr: Und die Zweitstimmen:

CSU

1.040

32,68%

GRÜNE

971

30,52%

FREIE WÄHLER

279

8,77%

SPD

268

8,42%

FDP

256

8,05%

AfD

179

5,63%

DIE LINKE

71

2,23%

BP

34

1,07%

ÖDP

31

0,97%

mut

14

0,44%

Tierschutzpartei

13

0,41%

PIRATEN

7

0,22%

Die PARTEI

7

0,22%

V-Partei³

4

0,13%

Die Humanisten

4

0,13%

Gesundheitsforschung

3

0,09%

LKR

1

19.57 Uhr: Die ersten Ergebnisse sind da! 19.58 Uhr: Die erste Schnellmeldung kommt aus Wörthsee. Dr. Eiling-Hütig (CSU) 30,56 %, Christiane Kern (SPD) 7,72;  Matthias Vilsmayer (Freie Wähler) 11,1; Anne Franke (Grüne) 30,37; Britta Hundesrügge (FDP) 8,32; Klaus Radtke (AfD) 5,84. 

19.57 Uhr: Die ersten Ergebnisse sind da! 

19.46 Uhr: Dr. Ute Eiling-Hütig ist im Landratsamt eingetroffen. Wer außer der Gewinnerin/dem Gewinner des Direktmandats tatsächlich ins Maximilianeum einzieht, wird heute aber wohl nicht mehr feststehen. Dazu müssen alle Wahlergebnisse aus Oberbayern ausgewertet werden.  

19.45 Uhr: Ob es für CSU-Direktkandidatin Dr. Ute Eiling-Hütig reicht? „Da mache ich mir gar keine Sorgen“, sagt Ute Nicolaisen-März, CSU-Mitglied aus Pöcking. Das Ergebnis der CSU „war erwartbar. Es hätte aber noch schlimmer kommen können.“ Nicolaisen-März spricht von einer Watschn. “Aber das liegt nicht an uns vor Ort.“ Bei Stimmkreisprognosen in den vergangenen Wochen war der CSU-Kandidatin ein Vorsprung vorhergesagt worden, der aber deutlich geringer ausfallen soll als bei der Wahl 2013. Damals waren es mehr als 20 Prozent. 

19.42 Uhr: Spannend ist die Frage, wie die Ergebnisse im Stimm- und im Landkreis Starnberg ausfallen. Bei den jüngsten Wahlen sah das so aus:

19.38 Uhr: 18,5 Prozent? Anne Franke (Landtagsdirektkandidatin der Grünen) strahlt. "Super, toll." Sie erinnert sich an die Landtagswahl 2013, als Umfragen die Grünen bei 15 Prozent gesehen hatten - heraus kamen 8,6 Prozent. Dieses Mal haben die Grünen den Schwung bis zum Wahlsonntag gerettet. "Das ist sehr positiv", sagt Franke. "Wir haben alles erreicht, was wir wollen." Man habe die Alleinregierung der CSU gebrochen und selbst zweitstärkste Partei. "Die Wähler haben die Zuversicht gewählt."

19.25 Uhr: Nach wie vor gibt es kein Ergebnis aus dem Stimmkreis. Mit dem ersten rechnet das Wahlteam um 20 Uhr ungefähr. „Das wird dann eine der kleineren Gemeinden sein", sagt Christian Kröck vom Landratsamt. Das war vorher so zu erwarten gewesen. 

19.20 Uhr: Landrat Karl Roth ist richtig in Fahrt. Nach seiner Seehofer-Kritik spart er auch nicht mit Aussagen zu anderen Parteien. Das Abschneiden der AfD erschüttert Roth. Er könne nur schwer verstehen, warum Wähler bei der AfD ihr Kreuzchen machten, obwohl die außer Asyl kein anderes Thema habe. Auch im Landkreis Starnberg sei die AfD nahezu unsichtbar, was Kandidaten und Inhalte anbelangt. In den nächsten fünf Jahren komme es darauf an, eine solche Politik zu machen, dass die Zustimmung zur AfD wieder sinke. "Dafür müssen wir alles tun."

19.12 Uhr: CSU-Größen geben nach und nach im Fernsehen Statements ab - Markus Söder war schon am Mikro, Horst Seehofer auf. Der ehemalige CSU-Vorsitzende Erwin Huber sagt: „Wir sind nicht auf der Höhe der Zeit, was das Lebensgefühl der Menschen angeht." Huber führt aus, dass die Grünen einen Erfolg gelandet hätten. Im Vergleich zur vergangenen Wahl hätten sie auf "anstößige Dinge" wie die Forderung nach einem Veggie-Day verzichtet. Die Grünen im Saal lachen. Was die Starnberger Direktkandidatin zum Abschneiden ihrer Partei sagt, ist noch offen - noch ist Dr. Ute Eiling-Hütig nicht im Landratsamt eingetroffen. Mehr über die Lage auf Landesebene lesen Sie in unserem überregionalen Ticker

19.06 Uhr: Seehofer spricht (im Fernsehen). Die Gespräche im Landratsamt verstummen. "Macht mal lauter." Gesagt, getan.

19 Uhr: Übrigens: Aus dem Stimmkreis gibt es noch keine Ergebnisse. 

18.53 Uhr: Jetzt sagt er doch etwas, der CSU-Landrat. Karl Roth hatte sich in den vergangenen Monaten mit öffentlichen Äußerungen zum Erscheinungsbild der CSU immer zurückgehalten - angesichts von rund 35 Prozent findet er nun aber deutliche Worte: "Was in Berlin kaputt gemacht wurde durch unseren Parteivorsitzenden und Bundesinnenminister, das konnte an der Basis nicht wettgemacht werden", sagte er dem Starnberger Merkur. Er rechnet nun mit Rücktrittsforderungen an Seehofers Adresse. Roth würde diese unterstützen. "So kann es nicht weitergehen."  Auch Seehofers Dauerkritik an Kanzlerin Angela Merkel sei falsch. "Warum er sie so an die Wand gedrückt hat, haben viele in der Partei nicht verstanden." Und als Parteivorsitzender die Verantwortung für das Wahlergebnis abzulehnen, gehe überhaupt nicht. Zum Ergebnis um die 35 Prozent für die CSU sagte Roth: "Strauß würde sich im Grabe umdrehen."

18.49 Uhr: Die Stimmung ist gelöst im Landratsamt. Auf dem Tisch von  Grünen, SPD und Die Linke stehen drei Blumensträuße. Deren Herkunft ist schnell geklärt: Kandidatin Anne Franke (Grüne) hat sich damit bei ihren Wahlhelfern „für ihre großartige Arbeit" bedankt.

18.37 Uhr: Freude bei den Grünen wie Bezirkstagskandidatin Martina Neubauer: „Unser Haltungswahlkampf hat sich ausgezahlt. Wir sind nicht von unserer Linie abgewichen und haben auf Mut gesetzt statt Angst zu machen. Das haben die Bürger deutlich aufgenommen. Außerdem haben wir ein tolles Spitzenkandidaten-Duo und unglaublich engagierte Mitglieder, die auch vor Ort einen tollen Wahlkampf geführt haben."

Kann sich freuen: Martina Neubauer, Bezirkstagskandidatin und Kreisrätin der Grünen.

18.35 Uhr: Die neue Hochrechnung sieht die FDP bei 5,1 Prozent. Im Saal des Landratsamtes lachen die Liberalen erleichtert - es bleibt spannend.

18.33 Uhr: Bisher dreht sich alles um die Landesebene, auch die erste Hochrechnung gilt fürs ganze Land. Im Landkreis läuft die Auszählung. Der Wahltag selbst verlief ruhig. Es habe keine Besonderheiten in den Wahlbezirken gegeben, sagt Wahlleiter Holger Albertzarth. Nur in Wörthsee, Gauting und Starnberg hätten vereinzelt Bürger nachgefragt, wo sie nun hin müssen - sie hatten keine Wahlbenachrichtigung erhalten oder sie verloren. "Aber das waren Ausnahmen."

18.28 Uhr: Die Linke hatte auf den Einzug in den Landtag gehofft, die Prognose jedoch hat diese Hoffnung zerstört. Landtagsdirektkandidat Bernhard Feilzer glaubt nicht, dass die erste Hochrechnung Bestand haben wird. "Ich misstraue den Prognosen zutiefst. Es wird sehr knapp, aber wir schaffen die fünf Prozent." Eine erste Analyse? Vielleicht hätten sich viele Wähler entschieden, lieber AfD oder Grüne als starken Gegenpol zur CSU zu stärken, mutmaßt der Gilchinger.

18.25 Uhr: Eine erste Reaktion der SPD liegt vor. Landtagsdirektkandidatin Christiane Kern ist enttäuscht und bekennt ehrlich: "Ich hab‘s befürchtet. Aber dass es so knapp ausgeht, hat mich schon erstaunt." Sie habe auf 13 Prozent gehofft, mit elf gerechnet. Das AfD-Ergebnis sei „der Wahnsinn“. "Und keiner kennt die Kandidaten." 

18.22 Uhr: Die FDP, traditionell stark im Landkreis Starnberg, soll nach den Prognosen bei 5 Prozent in Bayern liegen. "Nach dieser Prognose sind wir wieder im Landtag, alles Weitere wird man sehen", sagte Britta Hundesrügge (FDP, Landtagsdirektkandidatin). Fünf Prozent seien knapp, "aber der Anteil an Briefwählern ist bei uns sehr hoch, die gehen dort noch nicht ein." Und das Ergebnis der CSU? "War zu erwarten. Die haben zuletzt ja eine Panikbeflaggung aufgezogen, da hat man gesehen, dass sie große Befürchtungen haben." Zur AfD sagt die Gautingerin: "Elf Prozent zu viel."

18.18 Uhr: Landrat Karl Roth (CSU) kommt in den Saal, will aber noch keine Stellungnahme abgeben.

18.15 Uhr: Blankes Entsetzen bei der SPD - 9,5 oder 10 Prozent, je nach Prognose. Das ist weniger als die Umfragen hatten vermuten lassen, doch gilt für die: Zwei, drei Prozent nach oben und unten sind immer möglich. Für die SPD ging es in diesem Korridor nach unten. 

18.05 Uhr: Die ersten Reaktionen aus dem Landratsamt liegen vor. „Die AFD erschreckt mich", sagt Albert Luppart (Freie Wähler, Kandidat für den Bezirkstag) nach der Prognose. Ansonsten: „Grüne war zu erwarten, CSU war zu erwarten. Wenig Überraschendes.“ Nachtrag zur den Prognosen: Der BR meldet CSU 35, SPD 10, FW 11,5, Grüne 18,5, FDP 5, Linke 3,5, AfD 11. 

Balken des Schreckens für manche Parteien: Im Landratsamt wird die Prognose an die Wand geworfen.

18.01 Uhr: Schrecksekunde im Landratsamt: Die ersten Prognosen sind da. Demnach kommt die CSU auf 35,5 Prozent, die SPD auf 9,5 Prozent - weniger als erwartet -, die Freien Wähler kommen auf 11,5 und die Grünen auf 19 Prozent. Die weiteren Parteien: FDP 5, AfD 11, Linke 3,5. Das ist eine Prognose für ganz Bayern, die wenig über den Landkreis aussagt - außer einem Trend. 

Blick in den noch recht leeren Saal im Starnberger Landratsamt: Die ersten Kandidaten sind aber schon da.

17.52 Uhr: Im Starnberger Landratsamt laufen an diesem Abend alle Ergebnisse aus dem Stimmkreis ein. Dort beobachten Parteimitglieder und Kandidaten den Ablauf. Die ersten Landtagskandidaten aus dem Stimmkreis Starnberg sind schon da: Britta Hundesrügge (FDP) und Christiane Kern (SPD). Die Sozialdemokraten hoffen, dass der Rückgang der Prozentpunkte nicht ganz so heftig ausfällt, wie zunächst befürchtet. In wenigen Minuten werden die Prognosen veröffentlicht - dann sind alle schlauer.

17.45 Uhr: Es wird spannend - die Wahllokale schließen gleich.

16.55 Uhr:  Im Landkreis zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Bei einer Umfrage des Landratsamtes in den Gemeinden zeigte sich, dass es zumeist mehr als 70 Prozent sind. In einigen Gemeinden gab es keine Aussage - der Andrang war so groß, dass keine Zeit war, einen Zwischenstand zu ermitteln.

15.30 Uhr: Wer noch nicht gewählt hat - langsam wird‘s Zeit, ein etwas mehr als zwei Stunden schließen die Wahllokale. Auch wer keine Wahlbenachrichtigung bekommen hat oder sie nicht wiederfindet, kann wählen. Wie, lesen Sie hier. Wer im Stimmkreis Starnberg bei der Landtagswahl antritt, lesen Sie hier - allerdings haben nicht alle Kandidaten mitgemacht. 

15 Uhr: In einigen Wahllokalen im Landkreis Starnberg werden Wähler an diesem Wahltag befragt. Sowohl Teams im Auftrag des ZDF als auch der ARD sind tätig, um Daten für die Prognosen am Abend im Fernsehen zu sammeln. Im Starnberger Wahllokal im Betriebshof waren Mitarbeiter der Forschungsgruppe Wahlen für das fürs ZDF bei der Arbeit und befragten Wähler wie Melanie Artus.

Wählen und Antworten: Melanie Artus mit Sabrina und Tobias Mahn von der Forschungsgruppe (vl.).

14.33 Uhr:  Die Wahl läuft, und stellenweise bilden sich in den Wahllokalen Warteschlangen. Das liegt auch an den enorm großen Stimmzetteln, die größer eigentlich nicht mehr werden können. Fast 20 Parteien treten bei der Landtagswahl an. Die politische Stimmung im Landkreis lässt sich für diese Wahl bestenfalls erahnen, aber für frühere Wahlen ist natürlich bekannt. Der Stimmkreis Starnberg war immer ein CSU-Gebiet, auch wenn es Schwankungen gab. So sah es in den vergangenen Jahrzehnten aus (** gemessen an der Gesamtstimme, also der Summe aus Erst- und Zweitstimme. Die ist übrigens eine bayerische Besonderheit und für die Mandatsverteilung sowie deren Besetzung ausschlaggebend):

13.16 Uhr: Ginge es nach dem Verkehr auf den Straßen, müsste es eine Rekord-Wahlbeteiligung werden. Das spätsommerliche Wetter zieht viele an die Seen im Landkreis Starnberg, was bei 21 Grad und wolkenlosem Himmel durchaus eine gute Idee ist. Die Wahlbeteiligung übrigens im Landkreis Starnberg war immer vergleichsweise hoch. 2013 bei der Landtagswahl waren es 72,7 Prozent nach 66,3 Prozent im Jahr 2008, bei der Bundestagswahl im vorigen Jahr 84,4 Prozent. Wie hoch die Wahlbeteiligung heute ausfällt, lässt sich noch nicht absehen. Es wird allgemein aber mit einer hohen Beteiligung gerechnet. 

11.50 Uhr: Eine Wahl wie diese Landtagswahl braucht viele Helfer - mehr als 1400 sind es im Landkreis, die in Schichten in den Wahllokalen tätig sind. Einige Gemeinden hatten bei dieser Wahl anfangs Probleme, genug Helfer zu finden. Allen, die bei der Wahl helfen, sind die Gemeinden daher dankbar. Gilchings Bürgermeister Manfred Walter sagte per Twitter „Danke“:

1 1 Uhr: Willkommen bei unserem Liveticker zur Landtagswahl im Landkreis Starnberg. Mehr als 110 000 Wahlberechtigte sind im Stimmkreis Starnberg, der auch die Gemeinden Bernried, Seeshaupt und Iffeldorf aus dem Landkreis Weilheim-Schongau umfasst, zur Stimmabgabe aufgerufen. So wird der Tag ablaufen: Bis 18 Uhr haben die Wahllokale geöffnet, dann wird ausgezählt.Wann es die ersten Ergebnisse geben wird aus kleineren Gemeinden, ist nicht ganz absehbar: Es kann gegen 20 Uhr sein, aber auch später. Mit einem Ergebnis für den Stimmkreis mit 17 Gemeinden rechnet der Wahlleiter im Starnberger Landratsamt nicht vor 21.30 Uhr. 

Alle überregionalen Infos rund um die Landtagswahl in Bayern 2018 finden Sie natürlich auch bei uns:

Die Landtagswahl 2018 in Bayern gehört zu den wichtigsten politischen Ereignissen des Jahres. Die aktuellen Prognosen und Umfragen für Bayern haben daher große Auswirkungen auf die gesamte Bundespolitik. 

Wir geben Ihnen vorab alle wichtigen Informationen zum Termin der Bayern-Wahl am 14. Oktober und bieten einen Ausblick darauf, ab wann Hochrechnungen und Ergebnis der Landtagswahl in Bayern zu erwarten sind. 

Am Wahlabend erhalten Sie natürlich die aktuellsten Zahlen und Reaktionen im Live-Ticker. Alle Wähler, die ihre Entscheidung noch nicht getroffen haben, können den Wahl-O-Mat für Bayern nutzen und die Wahlprogramme der Parteien vergleichen.

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