Unfallflucht? Leblose Person auf A9 gefunden: Ermittlungen sorgen für Mega-Stau im Berufsverkehr

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Inklusionsberater des Schulamtes: Stefanie Wätzig, Gertrud Gammel und Birgit Zettl (v.l.). Foto: jaksch

Inklusion ein Erfolgsmodell im Landkreis

Landkreis Starnberg - Beim Thema Inklusion ist im Landkreis Starnberg der Vereine Lebenshilfe Vorreiter. Jetzt hat das Staatliche Schulamt eine Beratungsstelle mit drei Mitarbeiterinnen eingerichtet.

Inklusion oder Intergration - wie man das Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Menschen auch nennen mag, für die Lebenshilfe Starnberg ist es kein Zauberwort, es ist Alltag. Die Mitarbeiter setzen sich für die optimale Förderung von Menschen mit Behinderung sowie für das gemeinsame Leben und Lernen behinderter und nicht behinderter Menschen ein. In der umgebauten Söckinger Grundschule hat der Verein nach Starnberg (Ferdinand-Maria-Schule) und Andechs zurzeit die dritte Partnerklasse eingerichtet. Kinder mit besonderem Förderbedarf werden dort parallel zu einer Regelklasse unterrichtet.

Seit zwölf Jahren ist dies ein Erfolgsmodell im Landkreis. Vier Jahre, bevor die UN-Menschrechtskonventionen verabschiedet wurden, die nicht nur Barrieren abschaffen wollen, sondern auch eine freie Wahl von Unterstützungsangeboten und Assistenzen für ein selbstbestimmtes Leben zusichern. Eben Inklusion. Die Beratungsstelle beim Übertritt in die Grundschule, die durch das Staatliche Schulamt nun eingerichtet wurde, ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.

„Es ist ein guter Anfang“, freut sich Edith Dieterle. Inklusion bedeute weit mehr. Aber die Geschäftsführerin der Lebenshilfe Starnberg weiß, wie wichtig es ist, überhaupt über Behinderung zu reden, um zunächst einmal Unsicherheiten abzubauen. Die Schulen im Landkreis seien bereits sehr viel offener als früher. „Es ist sogar Aufgabe aller Schulen, Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf zusammen zu unterrichten“, betont Schulamtsdirektorin Elisabeth Hirschnagel-Pöllmann bei der Vorstellung der neuen Inklusionsberatung. Gleichzeitig bedauert sie, zur besseren Umsetzung nicht am Personalschlüssel drehen zu können, dafür würden den Pädagogen vielfältige Fortbildungen angeboten. Und die bauliche Barrieren sind nach Sanierung und Umbauten nur noch selten ein Problem.

Edith Dieterle erkennt die Veränderung. Für sie ist die neue Inklusionsberatung ein gutes Signal. Mehr noch. „Toll“, sagt sie. Wegen des große Angebots an Frühförderung bei der Lebenshilfe gibt es auch dort Elternberatung. Da sie in Einzelfällen und in unterschiedlichen Einrichtungen erfolge, kann Dieterle die Zahl der Anfragen nicht beziffern, sie weiß aber, dass eine Zweitmeinung - noch dazu neutral und unter Schweigepflicht - in vielen Fällen Eltern helfen kann. „Wohin soll mein Kind, Förderschule oder Regelschule?“, wichtige Fragen - nicht immer leicht zu beantworten.

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