Feuerwehreinsatz: Karstadt an der Schleißheimer Straße geräumt

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Hier soll die Leichtbauhalle entstehen.

Landkreis reagiert gelassen

Asylunterkünfte: Brandbrief vom Bund Naturschutz

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Landkreis Starnberg - Der Bund Naturschutz fordert von Stadt und Landkreis, sich für Flüchtlingsunterkünfte andere Flächen zu suchen als jene direkt am Leutstettener Moos. Der Kreis reagiert gelassen.

„Das wäre das Schlimmste, was dem Moos nach dem Bau der Kläranlage zustoßen würde.“ Irmgard Franken, Vorsitzende der Starnberger Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN), übt in einem Schreiben an Landrat Karl Roth und Bürgermeisterin Eva John scharfe Kritik an den geplanten Flächen für Flüchtlingsunterkünfte direkt am Leutstettener Moos. Der BN fordert, dass sich Stadt und Kreise andere Flächen suchen. Das wiederum scheint fast ausgeschlossen.

Generell haben die Naturschützer Verständnis: „Flüchtlinge müssen untergebracht werden, keine Frage. Dass man dazu allerdings die Randbereiche des Leutstettener Mooses hernehmen möchte, verurteilen wir aufs Schärfste“, heißt es in dem Schreiben. Das Kaliber nimmt noch zu: Beinahe habe man den Eindruck, Stadt und Kreis hätten nur auf eine Gelegenheit gewartet, „unter dem Vorwand der sozialen Verpflichtung den Schutzstatus des Moores aushöhlen zu können“. Denn: Beide Standorte – der Franziskusweg als Standort einer Leichtbauhalle und Flächen am Sportplatz des SC Percha – liegen in Pufferzonen des Mooses. Der Gipfel, schreibt Irmgard Franken, sei jedoch, dass die Stadt sich am Franziskusweg ein dauerhaftes Baurecht sichern wolle, wenn die Halle eines Tages nicht mehr für Flüchtlinge benötigt werde. Es stelle sich die Frage, ob dieser Standort überhaupt mit der FFH-Gebietsausweisung vereinbar sei. Das Leutstettener Moos ist ein FFH-Gebiet, was einem hohen Schutzgrad entspricht. Sollten Stadt und Kreis keine anderen Flächen verwenden, müssten alle Anlagen nach Ende der Unterbringung „ohne Zeitverzögerung und vollständig“ entfernt werden.

Die Fläche am Franziskusweg zwischen Tierheim und Kleingärten gehört dem Landkreis, der vom Stadtrat eine grundsätzliche Zustimmung zur Nutzung für eine Halle bekommen hatte (wir berichteten). Die Stadt will eine Mitspracherecht für Nutzung des Gebäudes, falls es nicht mehr Unterkunft sein muss – wohl auch, um die Kontrolle zu behalten, was dann passiert.

Das Landratsamt versteht den Protest nicht. Die Flächen seien weder Naturschutz- noch FFH-Gebiet. „Damit ist die Frage beantwortet“, meinte Kreissprecher Stefan Diebl. Der Kreis gehe davon, dass beide Flächen wie geplant bebaut würden – zeitlich befristet, wie immer geplant. Grundstücke seien immer gesucht; man nehme auch Hinweise des Bund Naturschutz entgegen, sagte Diebl. Bürgermeisterin Eva John sieht keine Gefahr einer Dauernutzung – dafür wäre ein aufwendiges Bauleitplanverfahren nötig. „Keiner kann sagen, wie die lange eine Halle stehen würde“, erklärte sie.

Hallen wie die geplante werden durch eine Lockerung im Baurecht für Asylbewerber-Unterbringung möglich. Die Genehmigung sind daher immer zeitlich begrenzt.

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