Locken und schießen

Dießen - Die Fischer am Ammersee haben wenig Hoffnung, im Kampf gegen den Kormoran wirklich voranzukommen.

In einem Gespräch mit Vertretern der Regierung von Oberbayern sowie des Landesamts für Umwelt am Montag in Wielenbach habe man sich immerhin annähern können. Die Behörden haben den Fischern in Aussicht gestellt, dass der Abschuss künftig über den 15. März hinaus gestattet wird. So könne man auch zur Brut angereiste Kormorane bejagen. Und es hat einen weiteren kleinen Konsens in Wielenbach gegeben: Wie Schuster erläutert, sei geplant, die Kormorane mit Ködern in Teichgebiete außerhalb der Schutzgebiete zu locken, um sie dann dort schießen zu können.

Dr. Bernhard Ernst, Vorsitzender der Fischereigenossenschaft Ammersee, bezweifelt, dass das funktioniert. Er freue sich zwar, dass die Regierung den dringenden Handlungsbedarf erkannt hat, um die „katastrophale Situation“ zu verbessern, ist mit den angebotenen Lösungen jedoch nicht zufrieden. „Uns wäre es natürlich lieber gewesen, dass man jetzt schon besprochen hätte, was passieren kann, wenn das mit dem Rauslocken nicht funktioniert.“

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