Einen Doppelsieg im Slalom feierten Ole Schmetzer (r.) und Flo Fischer (l.) bei den Bayerischen Meisterschaften. Lisa Marie Loipetssperger wurde Sechste. foto: fkn

Ski Alpin

Medaillenregen für den SC Starnberg

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Starnberg - Was für ein Wahnsinns-Wochenende für die Skifahrer aus Starnberg: Die Rennläufer des SCS holten bei diversen Meisterschaften reihenweise Titel und Medaillen.

Fast war es ihm schon ein klein wenig peinlich, nachdem ihm dieser Satz herausgerutscht war: „Momentan sind wir wohl der erfolgreichste Skiclub in ganz Deutschland“, hatte Matthias Pohlus vor den Bayerischen Schülermeisterschaften gesagt, die am Freitag und Samstag am Großen Arber im Bayerischen Wald ausgetragen wurden. Offenbar hat der Sportwart des SC Starnberg den Mund tatsächlich nicht zu voll genommen, als ihm diese Einschätzung über die Lippen kam. Zumindest im Nachwuchsbereich kann derzeit dem SCS kein Verein das Wasser reichen. Von insgesamt 18 zu vergebenen Medaillen am Arber gingen fünf an Rennläufer des Skiclubs aus der Kreisstadt. Und den Teamwettbewerb, bei dem für den an Nummer eins gesetzten Skiverband München ausschließlich Starnberger Athleten nominiert gewesen waren, hätten sie wohl auch gewonnen, wenn er nicht wegen der widrigen Witterungsbedingungen abgesagt worden wäre.

Erfolgreichster männlicher Rennläufer bei den Bayerischen Meisterschaften war Ole Schmetzer. Er holte Gold im Slalom, Bronze im Riesenslalom und obendrein Gold in der Kombination aus beiden Disziplinen. Im Slalom feierten die Starnberger gar einen Doppelsieg, denn die Silbermedaille ging an Schmetzers Vereinskollegen Florian Fischer. Den großartigen Erfolg für die Starnberger komplett machte Nora Brand, die im Riesenslalom auf Rang drei fuhr. Und auch der sechste Platz von Lisa-Marie Loipetssperger im Slalom kann sich sehen lassen. „Im Vorfeld hatte ich mir zwei Medaillen gewünscht, jetzt sind es sogar fünf geworden. Ich bin sehr glücklich und stolz auf unsere Athleten“, sagte SCS-Sportwart Pohlus.

Genauso stolz kann er auf Kira Weidle und Fabiana Dorigo sein, die in Garmisch bei den Deutschen Jugendmeisterschaften am Start waren. Weidle verteidigte souverän ihren Vorjahrestitel im Super G. „Das freut mich natürlich, jedoch bin ich mit meiner Leistung nicht ganz zufrieden“, sagte die 19-Jährige, die am Mittwoch ihren 20. Geburtstag feiert. Vor allem ihr Ausscheiden am Freitag im Kombinations-Super G ärgerte sie. „Das Wetter und der Schnee haben es uns nicht leicht gemacht, die Piste war recht weich. Ich bin in einer entscheidenden Kurve von der Linie abgekommen und hatte durch den weichen Schnee am Rand keine Chance mehr“, erklärte Weidle ihr Missgeschick.

Ihre Vereinskameradin Fabiana Dorigo konnte sich in der U18-Wertung über Silber im Super G und Rang sechs in der Alpinen Kombination freuen. „Das ist ein großartiges Ergebnis für sie“, meinte Matthias Pohlus. Schließlich hatte die 17-Jährige wegen diverser Verletzungen erst spät ins Training einsteigen können und war bislang in den Rennen dieses Winters meist nicht ins Ziel gekommen. Der für Sonntag angesetzte Spezialslalom fand wegen des Sturms und der hohen Temperaturen nicht statt.

Neben den Starnberger Ski-Assen hatte in der vergangenen Woche ein weiterer Rennläufer aus dem Landkreis ausgiebig Grund zur Freude. Thomas Dreßen, der für den TSV Gilching-Argelsried an den Start geht, erzielte in Chamonix/Frankreich sein bisher bestes Weltcupergebnis. In der Super-Kombination am Freitag belegte der 22-jährige Mittenwalder Platz 16. „Ich bin super happy, einfach der Hammer“, ließ er die Fans auf seiner Facebook-Seite wissen. Am Sonntag ließ er dann noch einen 24. Rang in der Abfahrt folgen.

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