karikatur: wendland

1 Million durch die Finger rinnen lassen

Starnberg - Es bleibt dabei: Für die Umgestaltung des Starnberger Kirchplatzes gibt die Stadt Starnberg heuer kein Geld aus. Die Erweiterung und Sanierung der Grundschule Söcking hat Priorität.

SPD-Stadtrat Holger Knigge hatte einen erneuten Vorstoß gewagt, den Kirchplatz in den Haushalt 2010 zu heben. Eine knappe Mehrheit wollte ihm nicht folgen und hatte offensichtlich auch kein Gehör für den Appell des Vereins Stadtmarketing Starnberg. Die Einzelhändler hatten im Vorfeld der Beratung dafür geworben, ein Zeichen zu setzen und mit der Umgestaltung des Kirchpaltzes der Bevölkerung zu zeigen, dass noch etwas voan geht in der Stadt.

Wie andere Zaungäste der Stadtratssitzung auch war Stadtmarketing-Vorsitzender Ole Schultheis konsterniert von der Diskussion und dem Ergebnis der Abstimmung über Knigges Antrag. Die Stadt hat seiner Meinung nach eine einmalige Chance vertan, für das Projekt Kirchplatz fremde Finanzmittel zu nutzen. Es ging um 580 000 Euro aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung - und um 400 000 Euro, die ein privater Sponsor für die Neugestaltung des Platzes beisteuern wollte.

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