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Der Teppich, der Millionen brachte.

In Augsburg falsch geschätzt?

Millionen-Teppich: Gutachter für Auktionshaus

Augsburg/Starnberg - Ein Teppich brachte erst nur 900 Euro, später Millionen. Die ursprüngliche Besitzerin kämpft nun für Schadensersatz bei einem Augsburger Auktionshaus. Ein Gutachter gibt ihr dafür nicht Recht.

Im Berufungsprozess um den kurzzeitig teuersten Teppich der Welt hat ein Gutachter am Donnerstag erneut den Auktionator in Schutz genommen. Weil der Teppich noch relativ gut erhalten war und der Auktionator das besondere Muster nicht kannte, habe er nicht darauf kommen können, dass das Stück aus dem 17. Jahrhundert stammt, sagte der Experte vor dem Oberlandesgericht in Augsburg. Gleichwohl hätte die Struktur des Läufers und die große Nachfrage zum Teppich zum Nachdenken anregen sollen. „Für mich hatte der Teppich schon nach den Fotos eine faszinierende Wirkung.“

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Eine frühere Eigentümerin des Teppichs verklagt ein Augsburger Auktionshaus, weil dort der außergewöhnliche Wert des Exponats nicht erkannt wurde. Der Auktionator hatte das gut erhaltene Stück vor einer Versteigerung im Jahr 2009 auf nur 900 Euro taxiert - wenige Monate später wechselte der Teppich im Auktionshaus Christie's in London für die Rekordsumme von umgerechnet 7,2 Millionen Euro den Besitzer. Bereits bei einem früheren Verhandlungstermin hatte der Sachverständige die Schuld des Augsburger Auktionators bezweifelt.

dpa

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