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Spurensuche nach der Tat: Die Staatsanwaltschaft glaubt die Täter von Meiling zu kennen; die Verdächtigen werden aber vorerst nicht ausgeliefert. 

Raubmord

Auslieferung der Froschbande dauert noch

Meiling - Der Raubmord von Meiling wird so bald keine Bestrafung der Täter in Deutschland nach sich ziehen. Die so genannte Froschbande sitzt in Österreich weiter in Haft und wartet auf den Prozess wegen Einbrüchen und Raubüberfällen. Erst danach werden die Verdächtigen ausgeliefert.

Der Landkreis stand unter Schock, als Anfang September vorigen Jahres Einbrecher den damals 72-jährigen Markus K. in seinem Haus im Seefelder Ortsteil Meiling erschlugen und seine Frau schwer verletzten. Sie überlebte dank eines Zeitungszustellers, der sich über die Situation an dem Haus gewundert hatte. Die Justiz glaubt, die Täter zu kennen – die so genannte Froschbande. Doch so bald wird ihnen in Deutschland nicht der Prozess gemacht werden können.

Die Froschbande – das sind mindestens acht, eher neun und womöglich noch mehr Männer aus einer Region in Rumänien. Den Namen haben sie sich selbst gegeben, und ihr Vorgehen war immer gleich: Erst spionierten sie einen Tatort und ihre meist älteren Opfer aus, dann schlugen sie in der Nacht zu. So ähnlich sollte der Einbruch auch in Meiling ablaufen – die Froschbande beließ es oft beim Einbruch, verübte aber auch Raubüberfälle, solange es sich um vermeintlich schwache Opfer handelte. Markus K. und seine Frau waren zu Hause, als die Täter in der Nacht auf Freitag in ihr Haus eindrangen. Die Täter schlugen zu, verletzten den Meilinger und seine Frau mit einem Holzgegenstand schwer und sperrten sie ein. Als die beiden am Montag, 7. September, gefunden wurden, war der Hausherr tot.

Am selben Tag klickten die Handschellen in Wien – sieben der mutmaßlichen Mitglieder der Froschbande wurden in Österreich gefasst. Dort werden ihnen zahlreiche Einbrüche und Raubüberfälle zur Last gelegt. Dass die Bande für den Raubmord in Meiling verantwortlich sein dürfte, stellt sich erst einige Tage später heraus: Ein 43-jähriger Verdächtiger räumte gegenüber österreichischen Ermittlern eine Beteiligung an der Meilinger Tat ein, und er passte optisch zur Täterbeschreibung der Ehefrau des Opfers.

Bis zur Verhandlung kann es noch Monate dauern

Welcher der acht Verdächtigten in Meiling zugeschlagen hat, ist nicht bekannt. Und bis einer dazu vor einem bayerischen Gericht aussagen könnte, werden zumindest Monate ins Land gehen. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat bisher noch keine Anklage wegen der Taten in Österreich erhoben, sagte ein Sprecher am Freitag auf Anfrage. Wann es dort zu einem Prozess kommt, sei nicht absehbar. Der Raubmord von Meiling spielt bei den Österreichern keine Rolle – gibt es Aussagen dazu, tauschen sie sich mit den Münchner Staatsanwälten aus.

Die bayerischen Behörden haben für acht Mitglieder der Bande Auslieferungsanträge gestellt, sieben sind bewilligt worden – nach Deutschland gebracht werden die Verdächtigen erst nach Abschluss der Verfahren in Österreich. Bei einem achten Verdächtigen laufe das Auslieferungsverfahren noch, erklärte Ken Heidenreich, Sprecher der Staatsanwaltschaft München, auf Anfrage. „Uns bleibt nichts anderes als zu warten“, sagte er. Ohne die Verdächtigen in Deutschland kann in München auch keine Anklage erhoben werden.

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