Nach tödlichem Tauchunfall: Polizeichef plädiert für Bojenpflicht

Starnberg - Nach dem Tod eines 38-jährigen Tauchers aus Neustadt an der Donau fordert der Starnberger Polizeichef Norbert Reller Auflagen für Taucher im Starnberger See.

Der 38-Jährige war am Sonntag mit zwei Begleitern an der Seeburg am Ostufer des Starnberger Sees getaucht, als er aus ungeklärten Gründen das Bewusstsein verlor. Die Wasserwacht konnte ihn nach 20 Minuten retten und reanimieren. Im Klinikum Großhadern verstarb der Taucher jedoch kurz darauf. Für den Starnberger Polizeichef Norbert Reller ist der neuerliche Tod eines Tauchers - der zweite in diesem Jahr - Anlass, über Auflagen für Taucher nachzudenken. Er fordert, dass Taucher vor allem an der schwer zugänglichen Seeburg nur noch mit Bojen tauchen dürfen. Das erleichere den Rettungskräften die Arbeit ungemein, ist sich Reller sicher. Die zuständigen Verbände und Vereine stehen der Forderung skeptisch gegenüber. Möglich sei es, über andere Auflagen nachzudenken, sagt der Sprecher des Starnberger Landratsamtes, Stefan Diebl. Denkbar sei zum Beispiel, einen bestimmten Ausbildungsstandard zu verlangen, eine bestimmte Gruppengröße oder Ausrüstung. Details sollen bei der nächsten Fachbesprechung geklärt werden. Sicher ist, dass ein Tauchverbot, wie es Reller am liebsten wäre, nicht geben wird. "Das ist politisch nicht durchsetzbar", ist dem Leiter der Polizei Starnberg klar.

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