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So sieht es im Landkreis aus: Die grünen Strecken wurden vom Ingenieurbüro Dr. Brenner für „alltagstauglich“ befunden. Die gelben sind „bedingt alltagstauglich“, die roten „nicht alltagstauglich“. 

Verkehr

Ein Netz für Radler

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Landkreis - Der Landkreis will sein Alltagsradroutennetz verbessern. Manche Routen sind gut, an anderen Stellen gibt es Handlungsbedarf.

Das Thema Asyl beherrscht die Gremien. Da ist die Energiewende des Landkreises bis 2035 fast ein wenig in Vergessenheit geraten. In der Sitzung des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität wurde am Dienstag klar, dass im Hintergrund gearbeitet wird. Weil nicht nur der stellvertretende Landrat Tim Weidner feststellte, dass „ein deutlicher Trend zum Umstieg aufs Fahrrad erkennbar“ ist, möchte der Kreis nun sein Radwegenetz ausbauen. Und zwar nicht das für Freizeit-, sondern für Alltagsradler.

Diplom-Geograf Günter Bendias präsentierte in der Sitzung seinen Zwischenbericht zum Thema „Erstellung eines Alltagsradroutennetzes im Landkreis Starnberg.“ Viel sei bereits vorhanden, erläuterte der Experte aus dem Büro Dr. Brenner in Aalen mit Niederlassung in München. Das heißt aber nicht, dass man es noch verbessern könne. Den Status Quo habe man erfasst, nun gehe es darum, das Netz zu optimieren, für Sicherheit (Belag, Beleuchtung, Breite etc.) zu sorgen sowie den Gemeinden punktuelle Maßnahmen und Möglichkeiten der Finanzierung an die Hand zu geben.

Wo Handlungsbedarf besteht, wurde in den Karten schnell deutlich: Die Strecken am Starnberger-See-Westufer (Feldafing-Starnberg) sowie am Ammersee-Ostufer (Herrsching-Andechs) weisen erheblichen Verbesserungsbedarf auf. Auch wenn Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler die Schwierigkeiten aufzeigte (naturschutzrechtliche Auflagen sowie Grundstücksverhandlungen), Susanne Münster forderte Flexibilität bei der Priorisierung und Kooperation der Kommunen ein. Die Kreis-Verkehrsmanagerin erklärte, man wolle im Juli einen Endbericht vorstellen, in den Sommerferien das Konzept fein schleifen, um im September loszulegen. Für diese Aufgaben ist mit Monika Schwarzhuber extra eine Radwegebeauftrage im Landratsamt eingestellt worden.

Welche Fördertöpfe gibt es? Wo und wann ist vielleicht auch das Land bereit, an einer Staatsstraße einen Radweg zu bauen? An welchen Stellen könne man interkommunal zusammenarbeiten? All diese Fragen sollen beantwortet werden und in einem Maßnahmenplan in Zukunft auf den Tisch kommen. Das Stichwort lautet „klimafreundliche Zweiradmobilität“. Und damit das keine Vision bleibt, wolle man nun anschieben, denn es ist festzustellen, so Bendias, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung mehr Radverkehr möchte. „Also müssen wir ein Netz aufbauen, denn die Infrastruktur reicht für den zunehmenden Radverkehr nicht mehr aus“, so Weidner.

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