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Neue Chefin fordert mehr Geld

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Offizielle Einführung, prominente Gäste (v.l.): Reinhold Bocklet, Dr. Wolfgang Heubisch, Professor Ursula Münch, Prof. Dr. Hans Maier und Ludwig Spaenle. Foto: svj

Tutzing - Die neue Chefin geht gleich in die Offensive: Ursula Münch hat bereits mehr Geld für die Akademie für politische Bildung in Tutzing gefordert - eine ihrer ersten „Amtshandlungen“.

Die Politikprofessorin leitet diese Einrichtung seit Anfang November. Bei ihrer offiziellen Einführung in dem von ihrem Vorgänger Heinrich Oberreuter durchgesetzten, mit 220 Besuchern nicht ganz voll besetzten neuen Hörsaal hat Landtags-Vizepräsident Reinhold Bocklet (CSU) in seiner Rede vom Vorstoß der neuen Direktorin erzählt.

Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) wusste davon offenbar noch gar nichts. Er wunderte sich, dass ihm dies bei den aktuellen Haushaltsverhandlungen „entgangen" sei. Und an Münch gewandt: „Ich bin sehr froh, dass Sie nicht zu meinem Geschäftsbereich gehören.“ Zu dem für die Akademie zuständigen Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) sagte Heubisch süffisant, er werde ihn in dieser Angelegenheit unterstützen, wenn umgekehrt auch Spaenle ihm in anderen Dingen helfe. Aber natürlich werde Bildung „ganz groß geschrieben“, beeilte sich Heubisch zu versichern: „Das wird auch finanziell stark unterstützt.“

Spaenle verwies darauf, dass diese Einrichtung durch ein eigenes Gesetz „privilegiert“ sei. In diesem Akademiegesetz aus dem Jahr 1957 ist festgelegt, dass der Freistaat Bayern der Akademie „die zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Mittel nach Maßgabe der Haushaltsgesetze“ zur Verfügung stellt. Knapp vier Millionen Euro beträgt der Etat zurzeit. In der Amtszeit von Münchs Vorgänger Heinrich Oberreuter hatte er sich bereits verdoppelt. Als die Akademie 1957 ihre Arbeit aufnahm, waren es 670 000 D-Mark im Jahr gewesen, erzählte ihr früherer Dozent Peter Hanke am Rande.

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