Eröffnung des neuen Robotik und Mechatronik-Zentrums beim DLR in Oberpfaffenhofen.
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DLR Oberpfaffenhofen

Das neue Herz der deutschen Roboterforschung

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Oberpfaffenhofen - 25 Millionen Euro Baukosten, Platz für 300 Mitarbeiter – das nagelneue Robotik und Mechatronik-Zentrum des DLR ist eindrucksvoll. Am Freitag wurde es eröffnet.

Bis der erste Roboter ein Ministeramt im Freistaat Bayern übernimmt, ist es vielleicht nur noch eine Frage der Zeit. Eigentlich, witzelte die Staatsministerin für Wirtschaft und Technologie, Ilse Aigner (CSU), „eigentlich verfügen die Roboter beim DLR schon über alle Kernkompetenzen, die ein Politiker haben muss: Händeschütteln und Bänder durchschneiden.“

 Gerade hatte sie einem der DLR-Robots die Hand gegeben und mit dessen Unterstützung das rote Band zur Eröffnung des neuen Robotik und Mechatronik-Zentrums beim DLR in Oberpfaffenhofen durchgeschnitten. Immerhin 25 Millionen Euro hat der Neubau gekostet, in dem ab sofort das Herz der deutschen Roboterforschung schlägt. Dass das Zentrum ausgerechnet an das DLR angedockt ist, kommt nicht von ungefähr.

Erkenntnisse aus dem Weltall lösen irdische Probleme

Denn die Triebfeder der Roboterforschung ist immer noch die Raumfahrt. Und doch wird bereits jetzt und in Zukunft noch deutlich verstärkt das Wissen aus dem Weltall für ganz irdische Entwicklungen eingesetzt. Im Rahmen des Rundgangs präsentierten die Forscher stolz ihren Rover, der zielsicher in einem ihm unbekannten Gelände navigiert und dabei auch noch einen Gegenstand sucht und findet. Unglaublich praktisch, wenn man auf dem Mars einen Schraubenschlüssel verloren hat. Oder wenn man am Steuer eines Mercedes sitzt. Denn die Technik aus Oberpfaffenhofen sorgt dafür, dass sich die neuesten Modelle aus Stuttgart mittlerweile wie von Geisterhand gelenkt über deutsche Autobahnen bewegen, berichtete Roboter Experte Prof. Alin Albu-Schäffer.

Längst keine Science Fiction mehr

„Roboter und künstliche Intelligenz sind keine Science-Fiction mehr“, sagte denn auch Ministerin Aigner. Obgleich – und spätestens hier eroberte sie die Herzen der Roboter-Techniker im Sturm – „bis zu C3PO aus Krieg der Sterne ist es schon noch ein Stück.“ Doch Roboter haben längst die irdische Wirklichkeit erreicht. Nicht nur als Rasenmäherroboter, sondern auch als Kollegen am Band in der Industrie. Die Roboter von heute werden nicht mehr in Käfige eingesperrt, um beim sturen Abarbeiten der immergleichen Aufgaben niemanden zu verletzen, sie reagieren auf ihre menschlichen Kollegen, gehen ihnen zur Hand, entlasten sie. „In der Fabrik der Zukunft ist der Mensch der Dirigent der Roboter“, war sich Aigner sicher.

Bereits 30 Firmen gründeten sich aus

Das Forschungszentrum in Oberpfaffenhofen ist auch ein Segen für die Region. Denn immer wieder machen sich die Wissenschaftler selbstständig, gründen eigene Unternehmen. Über 30 Ausgründungen wurden bereits gezählt – Tendenz stark steigend. Die meisten siedeln sich in direkter Nähe zum DLR an. In Augsburg liefen bei der Firma Kuka jährlich rund 15 000 Industrieroboter vom Band, die mit dem Knowhow aus Oberpfaffenhofen entwickelt wurden. Nun haben die Forscher in ihrem brandneuen Gebäude beste Bedingungen, um die Projekte der Zukunft anzugehen: Roboterarme für gelähmte Menschen, selbstfahrende Autos, selbstfliegende Flugzeuge, Roboter, die Operationen präziser durchführen können als jeder Mensch. Der Rundgang durch das Forschungszentrum ist wie ein Blick in die nahe Zukunft. Nur am Politiker-Roboter wird offiziell noch nicht geforscht. Denn etwas mehr als Händeschütteln ist dann doch schon nötig.

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