Viel Technik, große Hilfe: Das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) stellt die Satellitenbilder für humanitäre Hilfsaktivitäten zur Verfügung. Foto: jaksch

1,2 Millionen Euro für Hilfe von oben

Oberpfaffenhofen - Satellitengestützte Hilfe bei Notfällen liefert das DLR in Oberpfaffenhofen. Dadurch soll die Koordinierung verbessert werden - egal, wo auf der Welt. Nun gibt es eine neue Kooperation und eine Förderung.

Satellitendaten für das Notfallmanagement werden unter anderem beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen gesammelt. Am Dienstag fiel der Startschuss für eine Kooperation zwischen dem DLR zugehörigen Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) und dem Bundesinnenministerium. Aus dem Fördertopf wurden außerdem 1,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Seit 2004 stellt das ZKI hochauflösende und aktuelle Satellitenbilder bei Natur- und Umweltkatastrophen, für humanitäre Hilfsaktivitäten und für die weltweit zivile Sicherheit zur Verfügung. „Zivile Erdbeobachtungssatelliten wie unsere Radarsatelliten liefern kontinuierlich Daten in einer Qualität, die ganz neue Anwendungen ermöglichen“, sagte DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Johann-Dietrich Wörner im Rahmen der Vertragsunterzeichnung.

Die erste Anfrage im Rahmen des Kooperationsvertrages hat das ZKI bereits umgesetzt, betonte Prof. Stefan Dech, Direktor des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums und Sprecher des DLR-Erdbeobachtungszentrums. Im Auftrag des Technischen Hilfswerks seien umgehend Schadensanalysen und Satellitenbildkarten für eine optimale Koordinierung der Notfalleinsatzkräfte als Hilfe für die mehr als 40 000 Flüchtlinge im anhaltenden Syrien-Konflikt zur Verfügung gestellt worden. Starke Regenfälle hatten Anfang Januar zu Überflutungen und Zerstörungen des Flüchtlings-Camps geführt.

Nutzer der Daten aus dem aktuellen Rahmenvertrag sind laut Dech nationale politische Entscheidungsträger, Lagezentren und Hilfsorganisationen. Die Kooperation sei aber auch für die Beteiligung weiterer Organisationen offen. „So ist als erste Institution bereits das Deutsche Rote Kreuz beigetreten“, sagte Dech.

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