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Blick ins EDRS-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen.

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DLR in Oberpfaffenhofen lenkt jetzt den Datenturbo im All

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Oberpfaffenhofen – Das Warten hat ein Ende. Über eine Woche lang konnten die Mitarbeiter des EDRS-Kontrollzentrums beim DLR nicht viel mehr als Däumchendrehen.

Nachdem Ende Januar eine russische Proton-Rakete den neuen Satelliten ins All geschossen hatte (wir berichteten), mussten die Raumfahrt-Spezialisten in Oberpfaffenhofen warten, bis das „European Data Relay System“ (EDRS) seine endgültige Position erreicht hat und sie die Steuerung übernehmen dürfen.

Das Warten fiel den Experten nicht leicht, berichtet Dr. Frank Wallrapp: „Wir haben am Freitag und Samstag schon mal gelauscht, ob Eutelsat alles richtig macht“, berichtet er. Denn das EDRS-System fliegt quasi Huckepack auf einem Fernsehsatelliten mit. Und dessen Steuerung liegt bei Eutelsat. 

Am vergangenen Wochenende haben die Kollegen von Eutelsat dann die Antennen, die die Oberpfaffenhofener verwenden, ausgeklappt. Sonntag war es dann endlich soweit: Das Kontrollzentrum im Landkreis Starnberg schickte die ersten Kommandos an den Satelliten. „Wir haben wir eine weitere Antenne im gesamten Bereich fahren lassen, um zu überprüfen, ob die Mechanik funktioniert“, erklärt Wallrapp. 

Das System selbst wurde dann am Dienstag eingeschaltet, auf Betriebstemperatur gebracht und in den Betriebszustand gebracht. Wobei das mit der Betriebstemperatur eine ziemlich knifflige Sache ist. Denn im Weltall, in 36 000 Kilometern Entfernung von der Erde, liegen zwischen der Sonnen- und der Schattenseite gut und gerne 200 Grad Unterschied. Um die idealen Temperaturen im Gerät, die zwischen 20 und 50 Grad Celsius liegen, zu halten, muss also fleißig geheizt und gekühlt werden.

Jetzt wird fleißig getestet: „Die intensive Phase mit viel manuellem Betrieb dauert bis Ende März.“ Danach wird probeweise erst eine Laserverbindung mit einer Bodenstation hergestellt, bevor es dann in die Testphase mit dem „echten“ Satelliten geht. Im August soll dann der Regelbetrieb aufgenommen werden. Das EDRS bringt schnelles Internet ins All. Mit seiner Hilfe können Satelliten riesige Datenmengen turboschnell zur Erde übertragen (wir berichteten).

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