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Symbolbild

Ausbau

Neue Trinkwasser-Leitungen in Alter Bahnhofstraße

Pöcking - Binnen 100 Jahren muss das Trinkwasserleitungsnetz einmal komplett erneuert werden. In Pöcking wird deswegen kontinuierlich in den Ausbau investiert.

„Wir müssen kontinuierlich in den Ausbau der Trinkwasserleitungen investieren, auch wenn es viel Geld kostet“, stellte Bürgermeister Rainer Schnitzler am Montagabend im Bauausschuss der Gemeinde Pöcking klar. Insgesamt 37 Kilometer Wasser- und Versorgungsleitungen sind im Gemeindegebiet verlegt, 350 Meter davon sollen in diesem Jahr erneuert werden. Tiefrot sind die entsprechenden Abschnitte in der Alten Bahnhofstraße zwischen Starnberger Straße und Pixieweg auf der Karte markiert. Rot steht für „dringend sanierungsbedürftig“. 

200 000 Euro werden für den Ausbau fällig, berichtete Schnitzler. Das sei aber kein grundhafter Ausbau der Alten Bahnhofstraße, obwohl der in den kommenden Jahren sicher auch noch kommen müsse. „Aber wir wollen warten, bis das Regenwasserkonzept für Pöcking fertig ist“, erklärte er. Frühestens in zwei Jahren soll es soweit sein. Dann müssten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Extra-Kanäle für das Regenwasser gebaut werden.

 „Daher warten wir mit dem grundhaften Ausbau und richten die Straßenoberfläche nach Erneuerung der Trinkwasserleitungen nur provisorisch mit einer Deckschicht wieder her“, sagte Schnitzler. Aber ist es dann nicht klüger, mit dem Ausbau der Wasserleitungen auch zu warten? „Nein. Ich habe extra mit dem Planer gesprochen. Der meinte, dass es angesichts der erheblichen Anforderungen beim Bau von Wasserleitungen sogar klüger wäre, diese nicht gemeinsam mit einem Straßenausbau zu erneuern“, meinte der Bürgermeister. 

Allerdings soll, „weil die Straße ohnehin aufgerissen ist und die Behinderungen für die Bürger bestehen“ auch gleich die Straßenbeleuchtung im betreffenden Bereich erneuert werden. Das würde rund 15 000 Euro kosten. Gut angelegtes Geld, meinte Schnitzler, denn „das ist eine wirklich dunkle Ecke“. Wenn man die wenigen alten Lampen durch viele neue mit LED-Leuchttechnik ersetze, dann spare man am Ende sogar noch Stromkosten. Das stieß im Bauausschuss auch kaum auf Gegenrede. Lediglich Ute Nicolaisen-März (CSU) meinte, sie fände es „komisch“, dass nur ein Teil der Alten Bahnhofstraße jetzt eine neue Straßenbeleuchtung bekomme. „Wenn wir in ein paar Jahren die Straße erneuern, bekommen wir dann überhaupt noch die passenden Lampen?“, wollte sie wissen. Das konnte keiner genau sagen. Dennoch entschied sich der Bauausschuss am Ende einstimmig dafür, sowohl die Erneuerung der Trinkwasserleitungen als auch der Straßenbeleuchtung auf den Weg zu bringen.

Als nächstes ist der Lindenberg dran

Mit der Sanierung der Wasserleitungen wird es allerdings in den nächsten Jahren weitergehen: Auch das Leitungsnetz am Lindenberg muss dringend erneuert werden. Dabei sind die Leitungen noch vergleichsweise jung: 1973 wurden hier die ersten Häuser bezogen, berichtete der Bürgermeister. Doch beim Verlegen der Wasserleitungen sei offensichtlich geschlampt worden – sowohl bei der Materialauswahl als auch beim Unterbau. Deswegen müssten die Leitungen nun schon nach vergleichsweise kurzer Zeit erneuert werden. Die Anwohner können den Ausbauarbeiten übrigens halbwegs gelassen entgegenblicken. Abgesehen von Lärm und Dreck haben sie zumindest finanziell keine Belastungen zu befürchten: In Pöcking werden nur Herstellungsbeiträge für Neuanschlüsse erhoben.

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