Politischer Club: SPD trifft Nerv des Publikums

Gauting - Großer Ansturm: Mehr als 100 Besucher kamen zum ersten Politischen Club der Gautinger SPD. Die nächste Diskussion ist für Herbst geplant.

Begeistert war Jürgen Schade von der SPD über den Zuspruch der Bürger. Er moderierte mit Julia Ney den Abend. „Das war keine vorfabrizierte Sache, sondern politische Meinungsbildung", sagte Schade. Die Diskussion soll zweimal im Jahr stattfinden - die nächste ist für Herbst geplant.

Bei der Veranstaltung am Mittwoch ging es um das Thema „Frieden in Afghanistan durch mehr Soldaten?“. Einer der Experten war Oberstleutnant a. D. Bertram Hacker, der an mehreren Afghanistan-Einsätzen beteiligt war. „Schon in Kabul haben wir uns gefragt: Was tun wir hier?", sagte er. Für ihre eigene Sicherheitslage bräuchten die Afghanen gar kein Militär. Zudem verließen nur 20 Prozent der eingesetzten Soldaten überhaupt ihre Camps - und dann in gepanzerten Fahrzeugen.

Für die NGOs (Non Government Organisations), die humanitäre Hilfe leisten, sei es gefährlich, sich mit Militär zu umgeben, betonte Werner Höfner. Der Tropenmediziner hat mit „Cap Anamur“ in Afghanistan 35 Schulen und zwei Krankenhäuser aufgebaut. Er forderte, aufzuhören, „das Land mit Geld zuzupflastern“. In kleinen Schritten müssten Reformen versucht werden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare