Los geht’s: Bürgermeister Werner Röslmair (v.r.) nahm im Beisein von Teresa Greiter (Architekturbüro), Michael Dürr (Die Lichtschmiede), Claus Reitberger (Architekt), Konrad Meichelböck und Günter Gebauer das erste Solarkraftwerk in Betrieb. Foto: Singer

Rathaus unter Strom

Inning - Das erste kommunale Solarkraftwerk in Inning ist in Betrieb gegangen. Bürgermeister Werner Röslmair drückte den Startknopf für eine Anlage auf dem Rathausdach.

„Mit dem Solarkraftwerk haben wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht und einen Beitrag zum Umweltschutz geleistet“, sagt Werner Röslmair. Zwar schmerzten angesichts der leeren Haushaltskassen die Investitionskosten in Höhe von gut 20 000 Euro, doch der Umweltgedanke habe überwogen. „Wir hätten auch einen Kredit aufnehmen können. Aber wir wollten keine weiteren Schulden machen. Deshalb haben wir das Projekt aus eigener Kraft gest-emmt“, betonte der Rathauschef. Die Kommune habe Vorbildfunktion und wolle mit gutem Beispiel vorangehen.

Mit Solarenergie, „vorausgesetzt es wird irgendwann noch einmal Sommer“, wird ab sofort der Strom für das Rathaus erzeugt. „Was überbleibt, speisen wir in das allgemeine Stromnetz gegen eine Ausgleichszahlung ein. Angeblich soll sich das Projekt in zwölf Jahren amortisiert haben. Ich denke aber, dass wir da noch ein paar Jahre dranhängen müssen“, sagt Röslmair. Den Einspeiseertrag gab Geschäftsstellenleiter Günter Gebauer mit rund 4300 Euro an.

Das Solarkraftwerk wurde im Zuge der Generalsanierung des Rathauses eingerichtet. „Eine besondere Herausforderung war das schiefwinklige Dach des Altbestandes. Um dies auszugleichen, hat die ausführende Firma Blindmodule angebracht“, so Gebauer. Mit dieser Spezialaufgabe war die Firma „Die Lichtschmiede“ aus Lengenfeld beauftragt, die sich auf Sonderdachlösungen spezialisiert hatte.

Die komplette energetische Sanierung des Rathauses ist in etwa vier Wochen beendet, erklärt Röslmair. Um Energie zu sparen, wurden unter anderem an der Fassade 22 Zentimeter starke Dämmplatten angebracht und die Fenster nach außen gesetzt. Außerdem wurde eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut. „Das reduziert die Heizkosten enorm.“ Die Kosten für diese Maßnahme gab Röslmair mit rund 410 000 Euro an. Als nächstes soll die Mehrzweckhalle auf Solarenergie umgestellt werden. „Wie wir das hinbekommen, wissen wir noch nicht. Vielleicht geht es mit Bürgerbeteiligung und dem Kauf von Anteilen“, hofft Röslmair. „Es gibt in Inning eine sehr rührige Energiewende-Gruppe, die schwer daran arbeitet, das Projekt auf die Beine zu stellen.“

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