Die Vekehrsprobleme in Diemendorf brennen den Bürgern auf den Nägeln. Zusammen mit Bürgermeister Stephan Wanner (vorne l.) diskutierten sie mögliche Lösungen. In der Ortsteilversammlung gab es zudem Klagen über Raser auf der Straße nach Monatshausen. Foto: SVJ

Renaissance einer alten Idee

Diemendorf - Die Verkehsprobleme im Ort sowie eine mögliche Umfahrung beschäftigten die Bürger bei der Ortsteilversammlung Diemendorf. Eine Umfahrung ist schon lange in der Diskussion.

Bereits 1982 wurde für Diemendorf eine Ortsumgehung angekündigt. Einen entsprechenden Pressebericht zog Lothar Wolf, der dort wohnt, am Mittwoch bei der Bürgerversammlung des Tutzinger Ortsteils hervor. Der Bahnübergang sollte dabei beseitigt werden. Lang ist’s her.

Tutzings Bürgermeister Stephan Wanner sah es als sinnvoll an, die Diemendorfer Situation in Zusammenhang mit den Verkehrsentwicklungen in den Nachbarkommunen zu behandeln, die vom 4. März an in einer Arbeitsgruppe besprochen werden. Dabei geht es um die großräumigen Auswirkungen von Projekten wie dem Starnberger Tunnel oder der von einigen Kommunen gewünschten Herabstufung der am See entlangführenden Staatsstraße zu Gemeindestraßen.

Im Zuge eines zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke könnte eine Diemendorfer Ortsumgehung aktuell werden, mahnte Wolf. CSU-Gemeinderat Gregor Müller wies ergänzend auf den geplanten Ausbau der nahen Bundesstraße 2 auf drei Spuren bei gleichzeitiger Erweiterung der Bahnunterführung hin: „Das heißt, das Verkehrsaufkommen in Diemendorf wird noch größer. Eine Ortsumfahrung sollte also im Kopf sein“, meint er: „Sonst ist es irgendwann zu spät.“

Die Verkehrsprobleme brennen den Diemendorfern auch sonst auf den Nägeln. So gab es Klagen über häufige Geschwindigkeitsüberschreitungen, etwa auf der Straße nach Monatshausen. Ein Anwesender verwies verständnislos auf Äußerungen der Polizei, für Kontrollen sei dort zu wenig Verkehr. Wanner regte an, den Rasern, die ja oft Einheimische seien, einfach mal die Meinung zu sagen. Eine Bürgerin setzte sich für einen Gehweg an der Durchgangsstraße ein: Die Kinder müssten morgens oft im Dunkeln an der Straße entlang zum Schulbus laufen.

Ein im Winter oft zugefrorener Verkehrsspiegel soll derweil nach mehreren vergeblichen Forderungen endlich vom Eis befreit, ein anderer trotz Bedenken der Polizei neu angebracht werden. Und Bürgermeister Wanner hatte noch eine weitere Botschaft mitgebracht: Er will sich, wie er ankündigte, um einen Radweg zwischen Diemendorf und Tutzing bemühen.

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