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Ein neuer Hügel ist in der Leutstettener Straße in Starnberg entstanden. Generell gebe es heuer mehr Schlaglöcher als sonst, meint die Stadt-Pressesprecherin Lena Choi. Augenblicklich sei aber eine belastbare Aussage zu Kosten und Reihenfolge der Arbeiten machbar, sagt sie.

Schlaglöcher

Nach dem Frost kommt das Flicken

Nach den milden vergangenen Jahren gab es heuer im Januar grimmigen Frost, Schnee und Eis. Was die Wintersportler freut, treibt den Gemeinden die Sorgenfalten auf die Stirn. Zahlreiche neue Schlaglöcher sind zu flicken.

Landkreis– Kaum sind die letzten Schneereste getaut, schon sind die Schlaglöcher nicht mehr zu übersehen. Das Staatliche Bauamt Weilheim hat bereits die Straßenmeistereien in Marsch gesetzt, um die gröbsten Löcher zu flicken. Zudem sollen heuer auch noch Baufirmen beauftragt werden, die die größeren Schlaglöcher mit heißem Asphalt sanieren oder die Straßenoberfläche gleich abfräsen und neu aufbauen, so Christian Probst, der beim Staatlichen Bauamt für die Straßen im Landkreis Starnberg zuständig ist.

Die Aufgabenliste ist schon jetzt lang: In der Possenhofener Straße, Ortsdurchfahrt Oberpfaffenhofen, und auf der Staatsstraße südlich von Inning muss repariert werden. Auch die Ortsdurchfahrten in Inning, Herrsching und Gauting sowie die Söckinger Straße in Starnberg stehen auf Probsts Liste. Dazu kommen die Staatsstraßen bei Buchhof, zwischen Garatshausen und Traubing sowie die Ortsdurchfahrt Gilching.

Kaum anders die Lage in Herrsching: „Überall, wo Wasser reinlaufen kann, da platzt der Belag natürlich auf“, erklärt Josef Salcher, Leiter des Bauhofs. Die Straßen, die beschädigt waren und geflickt wurden, seien deshalb von Frostbruch besonders betroffen. „Das ist in diesem Jahr um einiges mehr als in den vergangenen Jahren“, sagt Salcher. Zurzeit sind er und seine Leute dabei, die Kiesstraßen auszubessern. Für die Beseitigung des Frostbruchs sei es noch ein bisschen zu früh. „Für den Kaltasphalt braucht man eine konstante Temperatur zwischen fünf und zehn Grad, das haben wir noch nicht.“ Der Aufwand für die Beseitigung der Frostschäden variiert jedes Jahr. Entsprechend unterschiedlich ist die Kostenhöhe, die dafür notwendig ist. Salcher schätzt den Aufwand heuer auf 200 000 Euro.

Einigen Gemeindestraßen und öffentlichen Flächen im Bereich der Gemeinde Gauting haben der strenge Frost und das folgende Tauwetter übel mitgespielt, teilt Rathaussprecherin Charlotte Rieboldt mit.

Der Park & Ride-Platz beim Bahnhof musste wegen der Frostschäden teilweise gesperrt werden. Dort wie auch auf der Neurieder Straße in Buchendorf und der Maria-Eich-Straße in Stockdorf haben die Bauhofmitarbeiter kleinere Krater im Straßenbelag mit kaltem Asphalt verfüllt. Weil wegen der frostfreien Witterung der vergangenen Tage die Mischanlage in Betrieb genommen werden konnte, sind größere Schlaglöcher mit heißem Asphalt geflickt worden.

Arg gelitten hat auch die Ammerseestraße – für diese Staatsstraße ist allerdings das Staatliche Bauamt Weilheim zuständig. „Jetzt warten wir auf die nächste Kältewelle und ihre Folgen. Und wenn das Frühjahr Oberhand gewonnen hat, werden wir eine abschließende Schadensbilanz ziehen“, sagt Rieboldt.

In Pöcking sieht die Lage derweil eigentlich gar nicht mal so übel aus. „Wir sind noch dabei, uns einen ersten Überblick über die Straßenschäden zu verschaffen“, sagt der Leiter des Bauamtes, Joseph Wodak. Allerdings lasse sich schon jetzt absehen, dass es heuer wohl nicht so schlimm werde. „Bislang sind uns auch von den Bürgern noch keine Beschwerden oder Hinweise zu Ohren gekommen“, meinte Wodak. Wenn doch etwas kaputt sei, dann werde das in Pöcking ordentlich repariert – rund 300 000 Euro stehen insgesamt zur Verfügung.

Derweil gibt es in Gilching einen Flicken-Ärger der besonderen Art. Dort ist die Römerstraße als wichtigste Ortsdurchfahrt übersät von Schlaglöchern. Allerdings will das Staatliche Bauamt keine umfassende Sanierung der Staatsstraße mehr vornehmen, was Bürgermeister Manfred Walter jetzt richtig ärgert.

set/grä/mül/ps

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