Vom schnellen Netz weit entfernt

Inning - Schnelles Internet ist in Inning trotz weitgehend guter Versorgung im Zentrum nicht selbstverständlich. Das zeigt ein Fall, der den Gemeinderat beschäftigte.

„Ein flächendeckender Breitbandausbau ist in Inning nicht vorhanden“, ärgert sich ein Anwohner der im Inninger Ortszentrum gelegenen Zweigstraße. Während das schnelle Internet für viele Ortsteilbewohner mit dem Baustart im Frühjahr immer näher rückt, scheint das bereits bestehende flächendeckende Angebot im Inninger Zentrum nicht zu halten, was es verspricht. Mit der Frage, „was ist ein schnelles Internet“, hatte Gemeinderat Jürgen Hatz (BIZ) das Problem des Inninger Bürgers zum Gesprächsthema der jüngsten Gemeinderatssitzung gemacht. Während Nachbarn an der Moos- und Rosenstraße 50 Megabits (Mbit/s) pro Sekunde nutzen können, liegt die von der Telekom zugesicherte Übertragungsgeschwindigkeit an der Zweigstraße bei gerademal 16 Mbit/s. Tatsächlich seien es nur 12 Mbit/s, wenn vom Homeoffice aus große Datenmengen in den europäischen Raum und nach USA übertragen werden müssten, beschreibt der Bürger auf Nachfrage sein Problem.

Er versuche seit langem zu klären, warum die auf der Homepage der Telekom für den Standort Zweigstraße angegebenen 50 Mbit/s nicht zur Verfügung stünden. Nach vielen Gesprächen und Runden in der Warteschleife habe sich jetzt herausgestellt, dass an diesem Standort nur 16 Mbit/s möglich seien und kein weiterer Ausbau geplant sei. „Das ist nicht Stand der heutigen Technik“, macht der Inninger seinem Ärger Luft. Bei einer Wohnungssuche würde er heute genau überlegen, ob er nach Inning zöge.

Die Vorschläge des Gemeinderats reichten von regelmäßige Geschwindigkeitstests und beim Provider anzurufen, bis zum Vorschlag, bei der Telekom einen Plan anzufordern, um zu wissen, wo 100 Prozent Breitbandversorgung möglich ist. Es wurde auch überlegt, Anliegern bei Straßensanierungen und -neubauten eine Glasfaserverlegung zum Haus auf eigene Kosten anzubieten. „Wir werden schauen, ob wir von der Telekom Infos bekommen“, versprach Bürgermeister Walter Bleimaier.

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