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Schwachstellen kosten Geld und Nerven

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Andechs - Bei den Voruntersuchungen zur Erschließung des zweiten Bauabschnitts im Gewerbegebiet Rothenfeld tun sich Schwachstellen auf. Ein teures Unterfangen, das der Gemeinde 500000 Euro Mehrkosten einhandelt.

Der Gemeinderat hatte sich seinerzeit auf die Aussagen des damals beauftragten Ingenieurbüros verlassen. Die Zusammenarbeit mit diesem Büro war in Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz aufgekündigt worden. Das nun mit dem zweiten Bauabschnitt beauftragte Büro Steinbacher-Consult aus dem Landkreis Augsburg spürte bei seinen Untersuchungen im Sommer 2009 ungeahnte Mängel auf. Die Experten wollten dies im Gemeinderat am Dienstag allerdings nicht beurteilen. Möglicherweise sei dies einfach nur auf seit den 90er-Jahren veränderte Gegebenheiten zurückzuführen. Fakt ist jedenfalls, dass der Sickerteich seine Funktion nicht erfüllt und bei Starkregen überlaufen würde. Verbessert werden muss auch der Wasserdruck, betonte Wasserexperte Gilbert Schober in seinem Vortrag. Insbesondere in Bezug auf Löschwasser würde es sonst Probleme geben.

„Das (Letzteres) war uns bekannt“, schimpfte Georg Zerhoch (CSU), „darum hatten wir ja einen Löschweiher gebaut.“ Leider sammelt dieser kein Wasser. „Und jetzt haben wir das Groteske“, schimpfte er. Da, wo nämlich das Wasser versickern soll, im Teich nordöstlich der Fläche, ist der Boden undurchlässig, und dort wo es sich sammeln soll, ist keines. „Das ist für mich nicht erledigt“, fauchte Zerhoch.

Die Kosten für die Erschließung, inklusive Straßenausbau, der allein schon 560 000 Euro verschlingt, schnellen damit auf mehr als eine Million Euro hoch, nämlich auf 1,4.

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