Ambitionierte Rotarier: (v.l.) Gründungspräsident Frank Ingerfurth, Clubmeister Rainer Wertenauer, Präsident Joachim Muffler und Past Präsident Andreas Stipp werkeln am 120 Meter langen Holzbohlensteg.

Schwebend um den See

Wörthsee - Der Rotary Club Wörthsee baut einen 120 Meter langen Holzbohlensteg durchs Bacherner Moos. Der Rundweg soll ganzjährig begehbar sein.

Schwebend, vor allem aber trockenen Fußes um den See - dieser Vision kommen die Mitglieder des Rotary Clubs Wörthsees immer näher: Am Freitag befestigten sie die letzten Planken für einen Steg, der einen insgesamt zwölf Kilometer langen Rundweg um den Wörthsee komplett macht.

Bei der Terminabsprache mit der Fotografin macht Dr. Joachim Muffler dann doch eine Einschränkung. „Gummistiefel sollte sie schon dabei haben, es sind noch 30 Meter über eine Feuchtwiese zu gehen“, sagt er. Dies ist aber die einzige Lücke in dem Projekt, für das der Rotary Club an die 30 000 Euro in die Hand genommen hat. In den nächsten Wochen werden zahlreiche Freiwillige noch etwa 60 Richtungsweiser und zehn Thementafeln aufstellen. Anfang Mai findet die Einweihung statt.

Der Rundweg beginnt am Rathaus in Steinebach. Gegen den Uhrzeigersinn führen die Richtungsweiser dann rund um den See. Auf den Schautafeln findet der Wanderer viel Wissenswertes, beispielsweise, dass der Wörthsee eines der wärmsten und saubersten Gewässer Bayerns ist.

Weitere Schilder stehen am Gasthaus Raabe am See, an der Badewiese am Seeuferweg, an der Rossschwemme in Walchstadt und im Bacherner Moos. Im Badegebiet Oberndorf wird auf einer Tafel erklärt, was es mit der Mausinsel auf sich hat. Weiter führen die Schautafeln und Wegweiser an Schlagenhofen vorbei zurück in Richtung Steinebach. Die letzte der zehn Tafeln steht beim Augustiner. Gute zwei Stunden ist der Wanderer dann unterwegs gewesen

Seit 2010 befasst sich der Rotary Club Wörthsee mit dem ambitionierten Projekt. Der Rundweg sollte vor allem ganzjährig begehbar sein.

Die fehlenden 30 Meter sind mit festem Schuhwerk zu bewältigen. Das bleibt erstmal so, „darüber ist irgendwann nochmal zu reden“, sagt Muffler. Unter anderem gab es an dieser Stelle ein Problem mit den notwendigen Mäharbeiten. Für die restlichen 120 Meter Steg und auch die Aufstellung der Schautafeln insgesamt führten die Rotarier mit den drei beteiligten Gemeinden Wörthsee, Inning und Seefeld erfolgreiche Verhandlungen. Und auch das Landratsamt und die Untere Naturschutzbehörde gaben schließlich ihren Segen.

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