Auf soliden Füßen

Berg - Die Gemeinde Berg meistert dank der zurückliegenden guten Jahre die nahe Zukunft ohne finanzielles Desaster, so das Ergebnis der Vorberatung des Haushaltsplans für 2010 und der Finanzplanung bis 2013.

„Wir haben befürchtet, dass wir schon in diesem Jahr den Haushalt nicht ausgleichen können und gewaltig ins Minus rutschen“, hatte Bürgermeister Rupert Monn eingangs erläutert. Dank umfänglicher Kürzungen sei es aber gelungen, den Haushalt für das laufende Jahr auf „solide Füße“ zu stellen. Und es bleibt dabei: „2011 ist die Gemeinde Berg schuldenfrei.“

Insbesondere die zu erwartenden Steigerungen bei den Sozialausgaben sowie der steigende Verwaltungsaufwand durch neue Gesetze und Verordnungen bedeuteten aber ein nicht kalkulierbares Risiko. Im Haushalt des laufenden Jahres konnten nahezu alle im Vorfeld gestellten Anträge berücksichtigt werden. So werden nicht nur alle kleineren Zuschüsse an Vereine und Organisationen gewährt, es wird auch wieder einen Kulturetat in Höhe von 7500 Euro geben. Sogar die von CSU und QUH beantragten 30 000 Euro für die künstlerische Gestaltung des Kreisels am nördlichen Ortseingang sind nicht in Gefahr.

Insgesamt stehen 2010 den Aufwendungen von rund 12,35 Millionen Euro lediglich Erträge von knapp 12,05 Millionen Euro gegenüber, der negative Saldo von rund 300 000 Euro wird aber durch die von mehr als 6,5 Millionen Euro aufgefangen. Im laufenden Jahr können noch alle Investitionen aus den Eigenmitteln finanziert werden, am Ende des Jahres stehen aber nur noch rund 800 000 Euro zur Verfügung.

Die größten Brocken im Investitionsplan fürs laufende Jahr sind die Restzahlungen für den Sportplatz sowie die Sporthalle in Biberkor und die Kosten für den Kanalbau in verschiedenen Gemeindeteilen. Dramatisch könnte sich die Lage in den kommenden drei Jahren verschlechtern: Sollten alle geplanten Investitionen getätigt werden, so ist dies bis 2013 nur durch Aufnahme von neuen Krediten in Höhe von etwa 6,5 Millionen Euro möglich.

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