Stolz auf ihr Büchlein: Die Starnberger Gymnasiasten mit Französischlehrerin Cornelia Wolpers (2.v.r.). Foto: jaksch

Spannende Geschichte auf 38 Seiten

Starnberg - Ihrer Kerativität freien Lauf gelassen haben Schüler der Kollegstufe des Starnberger Gymnasiums. Das Resultat: Eine Französisch-Lektüre mit spannenden Geschichten.

Eigentlich wollen die Freunde Tarik, Lucie und Pauline entspannte Sommerferien verbringen. Zusammen reisen die Schüler aus Lyon nach Paris, Bordeaux, Marseille und Nizza. Doch aus dem entspannten Kultururlaub wird nichts, denn ein Abenteuer jagt das nächste. So fällt Tarik beispielsweise bei einem Waldspaziergang in ein mysteriöses Erdloch mit lauter Totenschädeln, aus dem ihn seine Freunde befreien müssen.

Die Autoren dieser spannenden Feriengeschichten sind die Schüler des Projekt-Seminars der Französischlehrerin Cornelia Wolpers. Seit zwei Jahren gibt es am Gymnasium Starnberg diese Seminare, bei denen die Schüler der Kollegstufe eine Studien- und Berufsorientierung erhalten sollen. „Der betreuende Lehrer gibt den Schülern eine Idee für ein Projekt, an dem sie zusammen drei Semester lang arbeiten“, erläutert Wolpers. „Ich hatte die Idee für eine Französischlektüre für die 7. und 8. Klasse.“ Dieses Vorhaben wurde dann von den elf Teilnehmern des Seminars zusammen mit außerschulischen Partnern verwirklicht. Neben dieser praktischen Arbeit besuchten die Schüler auch Veranstaltungen wie die Berufsberatung am Gymnasium Weilheim.

Diese Woche stellte die Gruppe nun ihr fertiges Buch „Vacances en France - Ferien in Frankreich“ den Eltern, Schülern und Lehren des Gymnasiums vor. „Die Schüler haben alles selber gemacht: die Texte geschrieben und auf ein passendes Niveau gebracht, die Bilder gezeichnet, sich die Rätsel ausgedacht und das Layout erstellt“, erklärt Wolpers voller Stolz. Auch hätten sie selbstständig den Kontakt zu einer Druckerei aufgenommen und den Vertrag verhandelt.

„Ich empfand das Seminar als eine angenehme Abwechslung vom Schulalltag und ich fand’s gut, dass wir das Projekt selber organisieren konnten“, bemerkte Schülerin Franziska Pleyer. Was ihr allerdings nicht so gut gefiel: Das Projekt-Seminar fand immer in der neunten und zehnten Stunde statt. „Da waren wir oft müde. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass viele außerschulische Partner nicht auf uns vorbereitet waren. Deshalb konnten wir nicht mit ihnen zusammenarbeiten.“

Die Seminarteilnehmer:

Olivia Behr, Bettina Berghammer, Anne Friedrich, Saskia Khamneifar, Sophia Kuhn, Nina Kungl, Luisa Lindenthal, Franziska Lorenz, Franziska Pleyer, Florian Stoll und Aileen Thomsen

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