Grosse Koalition

Landkreis-SPD: So denkt sie über die GroKo

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Die SPD-Kreisvorsitzende Julia Ney spricht über die am Sonntag anstehende Entscheidung.

Landkreis – Wenn am Sonntag beim SPD-Parteitag in Bonn über die Zukunft einer möglichen Großen Koalition und damit auch über die Zukunft der SPD entschieden wird, ist kein Delegierter aus dem Landkreis Starnberg dabei. „Das ist schade“, räumte die SPD-Kreisvorsitzende Julia Ney im Gespräch mit dem Starnberger Merkur ein.

Aber die Plätze im Bundesparteitag – insbesondere bei diesem Parteitag – seien sehr begehrt. „Die bayerische SPD entsendet insgesamt 78 Delegierte nach Bonn. Davon entfällt nur ein Teil auf Oberbayern. Und da sind natürlich viele Mandatsträger dabei“, berichtet Ney.

Ney: „Bereiten gerade die Europawahlen vor“

Sie, die sich gemeinsam mit ihren Parteigenossen aus dem Landkreis direkt nach der Wahl strikt gegen eine Neuauflage der Großen Koalition ausgesprochen hat, hat mittlerweile umgedacht. „Ich bin tatsächlich zerrissen, weil ich weiß, dass eine Neuauflage der GroKo meiner Partei schaden wird, aber ich muss unter Schmerzen sagen: Ab in die Koalition.“

Die Optionen, die ansonsten noch im Raum stehen würden, wären für die SPD noch ungünstiger, so Ney. Bei Neuwahlen würde man sicher noch mehr Stimmen einbüßen als im September.

Dazu käme, dass die Landkreis-SPD dann ein Kandidatenproblem hätte. Christian Winklmeier, der zunächst unbedingt für den Landkreis in den Bundestag wollte, strebt jetzt lieber für die Landsberger ein Landtagsmandat an. „Dazu käme eine endlose Serie von weiteren Delegiertenkonferenzen. Dabei sind wir gerade mit dem Landtag durch und bereiten gerade die Europawahlen vor“, so Ney.

Rubriklistenbild: © dpa

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