Stadtrat kippt Zusage für Polizeifunk-Mast

Starnberg - Alersberg? Nicht mit uns: Der Stadtrat von Starnberg hat am Montagabend eine frühere Aussage, dem Freistaat ein Grundstück für einen BOS-Funkmast zur Verfügung zu stellen. zurückgezogen. Denn es gibt Alternativen.

Kaum war bekannt, dass der Freistaat auf dem Alersberg bei Söcking einen Mast für den digitalen Behördenfunk (BOS - für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste) errichten will, meldeten sich Anwohner massiv zu Wort. Nur 70 Meter sei der Mast von ihren Schlafzimmern entfernt. Die Bürgerinitiative machte Gegenvorschläge - und die waren gar nicht mal ohne.

In der Sitzung am Montagabend erklärte Helmut Rogge von der zuständigen Firma Telent, der BI-Vorschlag wäre machbar, wenn es einen zweiten Sender auf der anderen Seite der Stadt - bei Wangen an der Autobahn - gäbe. Der dortige Mast müsste erneuert werden. Das alles kostet rund 700 000 Euro mehr. Geld, das der Freistaat blechen müsste.

Es gibt aber noch einen dritten möglichen Standort, ebenfalls auf dem Alersberg. Der jedoch liegt 200 bis 250 Meter vom Ur-Standort entfernt auf Privatgrund. Die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen, binnen 14 Tagen gebe es eine endgültige Entscheidung zum Standort. Wählt der Freistaat diesen Standort auf dem Alersberg, bleibt die Stadt vor der Tür - sie wird angehört, kann aber nichts mitreden.

Im Stadtrat allerdings war klar: Er ist nicht gegen den Funk, weil er schließlich den Bürgern zu gute kommt. Nur wenn es andere, mit den Bürgern verträglichere Lösungen gibt, solle man diese auch nutzen. Schließlich hat das Innenministerium erst vor wenigen Wochen eingeräumt, bis dato bei der Standortsuche etwas forsch gewesen zu sein.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

15-Meter-Graffiti: Tankstellen-Eigentümer setzt Belohnung auf Täter aus
Die Fassade war gerade erst renoviert worden: Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres verunstaltet ein großes Graffiti die Gilchinger Tankstelle „Allguth“. Die Eigentümer …
15-Meter-Graffiti: Tankstellen-Eigentümer setzt Belohnung auf Täter aus
Hilfsangebot für Frauen: „Gewalt kommt nicht in die Tüte“
„Gewalt kommt nicht in die Tüte“ ist der Titel einer Aktion, die Landkreis, der Verein Frauen helfen Frauen, die Gleichstellungsstelle und die Bäcker-Innung zum Tag der …
Hilfsangebot für Frauen: „Gewalt kommt nicht in die Tüte“
Der Nachwuchs macht Kino
Das Fünf-Seen-Kinderfilmfest startet am kommenden Mittwoch, 20. November. Zu sehen sind deutsche und internationale Filme.
Der Nachwuchs macht Kino

Kommentare