Anspruchsvoller als früher: Der Weg zur erfolgreichen Führerscheinprüfung ist nach Einschätzung von Stephan Schubert beschwerlicher geworden. Foto: svj

Fahrschüler benötigen mehr Praxis bis zur Prüfung

Landkreis - Alltagstress, Reizüberflutung und anspruchsvollere Prüfungsbedingungen sind einige der Gründe, warum die Durchfallerquote bei Führerscheinbewerbern zum Teil steigt und mehr Fahrstunden benötigt werden.

Eine Studie des Autoclubs Europa (ACE), wonach fast jeder dritte Fahrschüler durch die Prüfung rasselt, bestätigen nicht alle Fahrlehrer im Landkreis Starnberg. Einige widersprechen sogar energisch. Aber nahezu einig sind sich alle, dass heute ihre Schüler deutlich mehr Fahrstunden benötigen, bevor sie sich in die Prüfung wagen. Zwischen 30 und 35 Stunden gehen im Durchschnitt für den Führerschein drauf - je nach Fahrschule.

Der Inhaber einer Herrschinger Fahrschule vermeldet aktuell von einer Durchfallerquote von gar 50 Prozent. Als Ursache vermutet er unter anderem den massiven schulischen Druck, dem die jungen Fahrschüler ausgesetzt seien. Ein Fahrlehrer-Kollege aus Starnberg misstraut gar den ACE-Angaben: „Das war keine repräsentative Studie, die haben halt selber rumgeforscht. Unsere Fahrschule hat eine geringe Durchfallquote, im vergangenen Jahr sind nur zehn bis 15 Prozent beim ersten Versuch durchgefallen.“

Die Zunahme der Fahrstunden hängt auch mit der Verpflichtung zusammen, mittlerweile zwölf so genannte Sonderfahrten zu absolvieren. Das sind Autobahn-, Nacht- und Überlandfahrten.

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