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Wegen des Besitzes harter Drogen stand jetzt ein 19-Jähriger vor Gericht.

Aus dem Gerichtssaal

Ecstasy-Pillen in der Unterhose

Pöcking – Beim Drogenerwerb sollte man sich besser nicht erwischen lassen.

Im Mai wollte ein junger Pöckinger seine Partylaune mit Marihuana würzen. Nach Mitternacht beim Feiern in den Münchner Optimolwerken unterwegs, begegnete der Schüler laut eigenen Angaben zwei zwielichtigen Männern, die ihm statt des gewünschten Marihuana lediglich drei Ecstasy-Pillen in die Hand drückten. Vor dem Starnberger Jugendgericht wegen unerlaubten Drogenbesitzes angeklagt, beteuerte der 19-Jährige: „Ich wollte diese harten Drogen nicht. So etwas habe ich auch noch nie genommen.“ In der Tatnacht versteckte der verdutzte Schüler zwei der Tabletten sogleich in seiner Unterhose, eine beließ er in der Hosentasche. Als prompt zwei Zivilbeamte zur Personenkontrolle schritten, zeigte sich der Pöckinger kooperativ. „Er hat sich sehr vorbildlich verhalten“, so der Polizist im Zeugenstand. Für den bereits zweifach vorbestraften Angeklagten hatte der missglückte Drogenkauf bereits im Vorfeld des Gerichtsprozesses durchaus unangenehme Folgen: „Ich habe Ärger mit meinen Eltern bekommen und Taschengeldkürzung. Ich durfte auch nicht mehr feiern gehen.“ Dem Marihuana hat der Abiturient inzwischen konsequent den Rücken zugekehrt. Seinen Leichtsinn muss der 19-Jährige nun mit 24 Sozialstunden sowie zwei Drogen-screenings binnen zweier Monate büßen.

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