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Symbolbild

Sicherheit im Linienverkehr

Videoüberwachung in einzelnen Bussen geplant

Landkreis – In Regionalbussen soll das Sicherheitsgefühl von Fahrgästen erhöht werden – allerdings nicht wegen Asylbewerbern und Flüchtlingen, denn diese sind abgesehen von dem Vorfall am vergangenen Samstag in Andechs nicht negativ aufgefallen.

Zu diesem Ergebnis kamen Landratsamt, MVV, Busunternehmen und Polizei bei einer Besprechung am Freitag. Geprüft wird dennoch, ob eine Videoüberwachung eingeführt wird. Das Landratsamt hatte die Sitzung einberufen, nachdem vorigen Samstag betrunkene Asylbewerber einen Bus in Andechs gestoppt hatten und den Fahrer angegangen waren (wir berichteten).

Die Stimmung war aufgeheizt, inzwischen wird seitens der Polizei wegen Verdacht der Nötigung ermittelt – einige der Beteiligten hatten den Busfahrer laut dessen Aussagen bei der Polizei an Jacke und Krawatte gepackt, erklärte Herrschings Polizeichef Erich Schilling auf Anfrage. Dabei handelte es sich aber um einen absoluten Ausnahmefall, wie der Erfahrungsaustausch ergeben habe, sagte Kreissprecher Stefan Diebl am Freitag.

Deswegen sei das Thema Asylbewerber aus der Sitzung sofort verschwunden gewesen. Die Sicherheit als Thema blieb, denn einheimische Radaubrüder und Kriminelle gibt es genug. Für einzelne Linien, so ein Ergebnis, werde eine Videoüberwachung in den Bussen geprüft, „um das Sicherheitsgefühl weiter zu verstärken“, wie Diebl erklärte – und um Straftäter abzuschrecken. Der MVV wolle eine Aufklärungskampagane starten, die Verhaltensregeln im und am Bus erklärt und auch, wo sich in den Bussen beispielsweise die Notknöpfe befinden.

Und als dritte Maßnahme, angeregt von den Busunternehmen, sollen die Fahrer geschult werden, wie sie sich in Konfliktsituationen verhalten sollen. Das Wohl der Fahrer bereitete nach dem Fall vom Wochenende einigen Unternehmen Sorgen. Alle Maßnahmen sind laut Diebl „unabhängig von Andechs“ vereinbart worden. Flüchtlinge im Kreis sind nach Erfahrungen der Polizei auch keine Gewalttäter, die mit Einheimischen aneinandergeraten. Wenn es zu Körperverletzungen komme, handele es sich um Fälle unter Asylbewerbern, stellt etwa Starnbergs Vizepolizeichef Frank Brosch fest

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