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Es braucht jede Menge Helfer, um möglichst schnell und doch korrekt die Wahlergebnisse auszuzählen. Hier ein Blick auf die Wahlhelfer in Starnberg bei der Kommunalwahl 2014. 

Bundestagswahl 2017

Brotzeit und Bares für die Wahlhelfer

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Ohne Ehrenamt geht nichts in Deutschland. Auch und gerade bei Wahlen nicht. Und so suchen die Gemeinden im Landkreis Starnberg schon jetzt intensiv nach Wahlhelfern. Doch die Rahmenbedingungen für dieses Ehrenamt unterscheiden sich in den einzelnen Orten teilweise deutlich.

Landkreis – Millionensummen werden im Wahlkampf verpulvert, für Plakate, Fähnchen, Kugelschreiber, Postwurfsendungen und Feuerzeuge. Schlussendlich aber wird am Wahlabend abgerechnet. An diesem einen Moment, wenn die Wahllokale geschlossen sind, die verplombten Wahlurnen geöffnet werden und die Wahlhelfer akribisch jede einzelne abgegebene Stimme zählen. Wenn Wahlen das vielbeschworene „Fest der Demokratie“ sind, dann sind die Wahlhelfer die Köche, Kellner und Barkeeper, die dafür sorgen, dass die rauschende Party auch wirklich stattfinden kann.

Das Amt des Wahlhelfers ist natürlich ehrenamtlich, allerdings hat es jede Gemeinde selbst in der Hand, wie sie ihre Wahlhelfer versorgt. Unter anderem kann den Helfern ein so genanntes „Erfrischungsgeld“ gezahlt werden, Der Starnberger Merkur hat sich in den einzelnen Gemeinden umgehört, wie weit sie bei der Gewinnung von Wahlhelfern bereits sind.

Wörthsee

In Wörthsee hat man bereits rund 30 feste Zusagen von Bürgern aus der Gemeinde, die sich als Wahlhelfer zur Verfügung stellen. Sie müssen sich darauf einstellen, dass sie am Wahlsonntag vier bis sieben Stunden im Einsatz sein werden, um die Wahllokale zu betreuen und abends die Stimmen auszuzählen. Je nach Arbeitszeit wird dann auch das Erfrischungsgeld berechnet, das zwischen 25 und 50 Euro liegen wird. Dafür wird den Wahlhelfern dann allerdings auch kein Essen mehr spendiert, nur Getränke stellt die Gemeinde bereit. Bei den Wahlhelfern handelt es sich um Freiwillige, keine Gemeindemitarbeiter.

Herrsching

Die Kalkulation steht schon mal: 78 Helfer sind nötig, um am 24. September einen reibungslosen Ablauf der Bundestagswahlen in Herrsching sicherzustellen. Allerdings ist der offizielle Aufruf, sich als Wahlhelfer in Herrsching zu bewerben, noch nicht erfolgt. Zunächst muss der Gemeinderat noch über die Höhe des Erfrischungsgeldes entscheiden, hieß es auf Nachfrage.

Gilching

Eine große Gemeinde wie Gilching braucht viele Wahlhelfer – insgesamt 110. Jedes der elf Wahllokale muss mit zehn Wahlhelfern ausgestattet werden. Jeweils fünf von ihnen sind von 8 bis 13 Uhr und von 13 bis 18 Uhr im Einsatz, bevor dann alle zur Auszählung zusammenkommen. Dabei engagieren sich Ehrenamtliche im Alter zwischen 18 und 70 Jahren. Wie viel Erfrischungsgeld gezahlt wird, ist noch nicht entschieden.

Gauting

Gerade mal zehn bis 15 Wahlhelfer werden zurzeit in Gauting noch gesucht – vor allem Wahlvorstände und Schriftführer. Der größte Teil der Mannschaft steht allerdings. Neben 160 Freiwilligen wurde auch der größte Teil der Gemeindeverwaltung (rund 70 Mitarbeiter) verpflichtet mitzuhelfen. Auf alle wartet neben einer kleinen Brotzeit ein Erfrischungsgeld in Höhe von immerhin 80 Euro, hieß es auf Anfrage

Tutzing

Die Tutzinger haben wieder einmal mustergültig ihre Hausaufgaben bereits erledigt. Die rund 90 Helfer, die man braucht, um fünf Wahl- und vier Briefwahllokale zu betreuen sind betreits komplett gefunden. Die 50 Euro Erfrischungsgeld und die Aussicht auf freie Brotzeit und Getränke wirkten sicher ebenso motivierend wie die Einteilung der Wahlhelfer in verschiedene Schichten, so dass etwas Freizeit bleibt.

Seefeld

Auch in der Gemeinde Seefeld zeigt man sich zuversichtlich, dass sich die benötigten 80 bis 90 Wahlhelfer finden. Bisher wurden immer 35 Euro Erfrischungsgeld gezahlt, dafür gibt es aber weder Speisen noch Getränke.

Weßling

In Weßling war der Verantwortliche im Urlaub. Sicher ist, dass noch Wahlhelfer gesucht werden.

Berg

 60 Wahlhelfer braucht auch die Gemeinde Berg. Das werde wohl kein Problem sein, hieß es im Rathaus. Die Anschreiben seien schon verschickt. Je nach Funktion im Wahllokal werden in Berg Erfrischungsgelder zwischen 35 und 45 Euro bezahlt, zudem Getränke und eine Brotzeit bereitgestellt.

Starnberg

In der Kreisstadt braucht man insgesamt 162 Wahlhelfer, die sich über 60 Euro Erfrischungsgeld freuen können. Hier werden 65 Verwaltungsmitarbeiter als Wahlhelfer von 13 Mitgliedern des Stadtrates und immerhin 84 Freiwilligen unterstützt.

Feldafing

Deutlich sparsamer geht man da in Feldafing zur Sache: Wie viel Erfrischungsgeld die 35 Wahlhelfer genau bekommen, ist noch unklar. Es werden aber wohl um die 25 Euro sein – wie immer. Dazu gibt es Semmeln, Getränke und gute Stimmung.

Inning

Die Inninger haben alle Wahlhelfer – insgesamt 31 – bereits zusammen, die sie mit 40 Euro, Brotzeit und Getränken geködert haben.

Pöcking

Auf ein Miteinander setzen die Pöckinger. Wahlvorstände und Schriftführer werden meistens von Mitgliedern des Gemeinderates oder der Verwaltung gestellt, die meisten anderen der insgesamt 70 Wahlhelfer sind Freiwillige. Sie bekommen 50 Euro Erfrischungsgeld und eine kleine Brotzeit.

Krailling

Die Gemeinde Krailling ist das Schlemmerparadies für alle Wahlhelfer: Morgens gibt es ein Weißwurstfrühstück, nachmittags Kaffee und Kuchen, abends eine kleine Brotzeit, dazu noch 40 Euro Erfrischungsgeld und Schichtdienst – kein Wunder, dass die 120 Wahlhelfer bereits gefunden wurden.

Andechs

Hier laufen die Vorbereitungen noch. So ist derzeit nur klar, dass 30 Euro Erfrischungsgeld gezahlt werden.

Felix Schmidt und Sebastian Tauchnitz

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