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Grund für die Sperrung der S8: bei Hechendorf ist ein Baum auf Gleis und Oberleitung gestürzt.

Stürmische Burglind

Schnellere Reparatur: S 8 fährt bis Herrsching

„Burglind“ kommt, und wie: Das Sturmtief ist im Landkreis angekommen - die ersten Bäume sind bereits umgestürzt. Mehr in unserem Ticker.

22.55 Uhr: Es ging doch schneller: Die Reparatur der durch umgestürzte Bäume beschädigten Oberleitung zwischen Hechendorf und Herrsching ist abgeschlossen. Noch am Nachmittag war die Bahn davon ausgegangen, dass die Strecke bis Donnerstag gesperrt bleiben muss. Am Mittwochabend gegen 22.45 Uhr meldete der Störmelder der S-Bahn: „Die Sperrung zwischen Seefeld-Hechendorf und Herrsching wurde aufgehoben und der Zugverkehr wird mit folgenden S-Bahnen wieder aufgenommen: S 8 Seefeld-Hechendorf Abfahrt 22:50 Uhr - Herrsching Ankunft 22:55 Uhr; S 8 Herrsching Abfahrt 23:25 Uhr - Seefeld-Hechendorf Ankunft 23:29 Uhr.“

16.15 Uhr: Das Sturmtief hat sich abgeschwächt, und die Feuerwehren ziehen Bilanz: 57 Einsätze waren es im Tagesverlauf, erklärte Kreisbrandmeister Anton Graf. Folgende Feuerwehren waren im Einsatz: Machtlfing, Herrsching, Unterbrunn, Unering, Krailling, Traubing, Weßling, Oberpfaffenhofen, Steinebach, Hechendorf, Erling, Leutstetten, Feldafing, Stanberg, Allmannshausen, Gliching, Breitbrunn, Pöcking, Berg, Percha, Gauting, Tutzing, Frieding und Söcking. Die Unwetterwarnungen gelten weiter, allerdings nur vor Sturmböen bis etwa 80 km/h. 

15.50 Uhr: Weniger gute Nachrichten für Pendler nach Herrsching: Die Bahnstrecke ist zwischen Hechendorf und Herrsching nach wie vor blockiert - und das wird nach Einschätzung der Bahn auch bis in den späten Abend so bleiben. Ein Schienenersatzverkehr zwischen Hechendorf und Herrsching sei eingerichtet. Nach Angaben der Bahn sollen die Reparaturen bis Donnerstagnachmittag andauern.

14.55 Uhr: Gute Nachrichten für die S6: Die Behinderungen sind beendet. Es kann jedoch noch zu Verzögerungen kommen.

14.43 Uhr: Auf dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen hat „Burglind“ für eine Sicherheitslandung  gesorgt. Der Pilot einer in Augsburg gestarteten Cessna wollte samt Begleitung eigentlich nach Memmingen fliegen. Wegen des Sturms kehrte er um und landete in Oberpfaffenhofen. Die Feuerwehr stand bereit, die Insassen überstanden die Landung unversehrt. 

14.05 Uhr: „Burglind“ wirkt nach: Auf der Linie S6 kommt es wegen Ästen in der Oberleitung im nördlichen Würmtal auf ganzer Länge zu Verzögerungen. Es komme zu Verzögerungen von bis zu 15 Minuten, teilte die Bahn mit.

14.01 Uhr: Das Gröbste ist vorbei: Der DWD hat seine Unwetterwarnungen vor Gewittern aufgehoben. Die Warnung vor schweren Sturmböen bis 110 km/h in exponierten Lagen gilt bis 16 Uhr weiter - und bis Donnerstagmorgen kann Böen bis 80 km/h geben.

13.25 Uhr: Die Lage hat sich seit Mittag deutlich beruhigt. So kamen etwa bei der Starnberger Polizei seit 11.42 Uhr keine neuen Meldungen mehr herein. Bis dahin waren elf Straßen zeitweise durch umgestürzte Bäume blockiert. Die Unwetterwarnungen gelten noch bis 14 Uhr.

11.52 Uhr: Die Zahl der Feuerwehreinsätze ist auf mehr als 40 gestiegen - das hält sich noch im Rahmen im Vergleich zu früheren Stürmen. Allerdings ist „Burglind“ noch nicht weitergezogen, denn kurz nach Mittag soll noch einmal ein schwereres Gewitter über den Landkreis hinwegziehen.

11.35 Uhr: Die umgestürzten Bäume blockieren reihenweise Straßen, etwa zwischen Percha und Wangen. Die Zahl der eingesetzten Feuerwehr ist auf mehr als 20 gestiegen. Für die S8 ist laut Bahn inzwischen ein Schienenersatzverkehr mit Taxis eingerichtet.

11.20 Uhr: Die Feuerwehren im Landkreis melden einen ersten Zwischenstand. „Die ersten Unwettereinsätze waren gegen 9 Uhr in Herrsching und Machtlfing zu verzeichnen. Dann ab 10 Uhr folgten weitere Einsätze für insgesamt 15 Feuerwehren im Landkreis. Ein Schwerpunkt ist aktuell nicht erkennbar, da Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet zu unwetterbedingten Einsätzen alarmiert werden“, erklärte Kreisbrandmeister Anton Graf. Die Zahl erhöht sich aber fast jede Minute.

Mehr als 40 Feuerwehreinsätze meldete die Kreisbrandinspektion bis Mittag - es waren fast ausschließlich umgestürzte Bäume wie bei Unterbrunn.

11.07 Uhr: „Aufgrund einer witterungsbedingten Störung“ fährt keine S-Bahn zwischen Hechendorf und Herrsching. Die S8 endet laut Störmelder der Bahn in Hechendorf. Noch gibt es keinen Schienenersatzverkehr. Grund ist offenbar ein Baum in der Oberleitung.

11.03 Uhr: Die Bayerische Schlösserverwaltung warnt vor Lebensgefahr in den Parks: „Aufgrund einer aktuellen Sturmwarnung und der Gefahr von Astbruch bzw. umstürzenden Bäumen bittet die Bayerische Schlösserverwaltung darum, die Gartenanlagen der Bayerischen Schlösserverwaltung nicht zu betreten. Es besteht Lebensgefahr.“ Das gilt beispielsweise für den Park in Feldafing.

10.58 Uhr: Reihenweise fallen derzeit Bäume auf die Straßen im Landkreis Starnberg. Bei Hechendorf landete ein Baum in einer Stromleitung. Am Wörthsee sind mehrere Bäume auf Fahrbahnen gefallen, ebenso in Leutstetten, bei Garatshausen und in Dießen. Bei Polizei und Feuerwehr kommen beinahe minütlich neue Meldungen an.

10.40 Uhr: Die ersten Folgen sind spürbar: Bei Gauting und Herrsching sind erste Bäume auf Straßen gestürzt. Auch an anderen Orten im Landkreis mussten Feuerwehr erstmals ausrücken, um Straßen freizumachen. Auch auf der B2 an der südlichen Landkreisgrenze kommt es zu Behinderungen.

9.50 Uhr: Der Wind frischt kräftig auf. Die Unwetterwarnungen wurden aktualisiert - zwischen 10.30 und 14 Uhr erwartet der DWD für den Landkreis schwere Gewitter mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h (Windstärke 12) und unter Umständen kleinkörnigen Hagel. Andere könnte es ärger treffen: Der Wetterdienst Meteomedia hat am Morgen für Gemeinden östlich des Kreises - ab Egling sowie alle östlich von Zorneding und Sauerlach - die höchste Warnstufe Violett ausgerufen. Zwischen zwischen 10 und 14.30 Uhr seien dort bei Gewittern Windgeschwindigkeiten von rund 130 km/h möglich. 

„Burglind“ hat im Westen bereits schwere Schäden angerichtet und stellenweise den Verkehr massiv behindert - mehr dazu lesen Sie hier. Wie die Lage in Bayern ist, erfahren Sie in unserem Liveticker.

Landkreis – Mit Böen bis zu 140 km/h und starkem Regen ist nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittwoch zu rechnen. Schuld ist Sturmtief „Burglind“. Am Dienstag gab der DWD eine Vorwarnung für schwere Unwetter heraus; eine Prognose zeigte, dass vor allem zwischen dem Vormittag und dem späteren Nachmittag ein Orkan über den Landkreis hinwegziehen soll. Wie stark der Sturm tatsächlich wird, war für eine kleine Region wie den Landkreis nicht voraussagbar.

Am Dienstagabend veröffentlichte der Wetterdienst erste konkrete Warnungen. Der DWD meldete für Starnberg wie für ganz Bayern: „Es treten schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 km/h (22m/s, 44kn, Bft 9) und 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit orkanartigen Böen bis 110 km/h (31m/s, 60kn, Bft 11) gerechnet werden.“ Das wäre etwas weniger als zunächst befürchtet. Diese Warnung gilt für Mittwoch, 6 bis 16 Uhr. 

Der Dienst Meteomedia (unwetterzentrale.de) erwartet einen stärkeren Sturm. Erwartet werden nach einer Warnung der Stufe Rot - der zweithöchsten Stufe - Böen von bis zu 115 km/h unabhängig von der Höhenlage, und das in der Zeit zwischen Mittwoch, 6 Uhr, und Donnerstag, 7 Uhr. Ab dem Abend sollen demnach die Windgeschwindigkeiten sinken auf etwa 80 km/h. Im Lauf des Mittwochs sind auch Gewitter möglich. 

Feuerwehr rät: Lose Gegenstände am Haus sichern

Ab 600 Meter Meereshöhe – das gilt für höhere Lagen im ganzen Kreis – sind laut DWD bis zu 140 km/h möglich, in allen anderen Gebieten bis zu 120 km/h in Schauernähe. Bei derart hohen Windgeschwindigkeiten empfiehlt die Feuerwehr, Vorsorge zu treffen. Kreisbrandrat Markus Reichart rät, lose Gegenstände am Haus und im Garten zu befestigen – dazu gehören beispielsweise auch im Winter leere Regentonnen. Während des Sturms solle man Waldgebiete meiden, vor allem, wenn man zu Fuß unterwegs ist – es muss dann mit herunterfallenden Ästen oder umstürzenden Bäumen gerechnet werden. Der nasse Boden nach dem Tauwetter könnte ein Problem werden, denn die Wurzeln haben weniger Halt – „da fallen die Bäume leichter“, fürchtet der Kreisbrandrat. Sollte es konkrete Unwetterwarnungen geben, die Sie dann auch auf starnberger-merkur.de finden, sollte man möglichst nicht aus dem Haus gehen, wenn es nicht sein muss.

Die Feuerwehren stehen Reichart zufolge bereit, werden jedoch Gerätehäuser nicht vorsorglich besetzen. Bisher haben sie bei Orkanen wie Niklas vor fast drei Jahren die Einsätze immer bewältigt – damals waren es mehr als 460. Die Orkan-Vorboten der vergangenen Tage hatten zum Glück nur wenige Einsätze produziert: In Leutstetten fiel ein Baum um, in Starnberg ein Bauzaun, ein Baum drohte zu fallen. Nach den Stürmen im vorigen Jahr könnten Bäume allerdings angeknackst sein und nun brechen. 

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