Klaus Götzl vom Tourismusverband.

Zum Auftakt ein Dämpfer für Fremdenverkehr

Landkreis - Für die bayerische Tourismusbranche waren die ersten vier Monate dieses Jahres ein kräftiger Dämpfer. Auch das Fünfseenland vermeldet schlechtere Zahlen als im Vorjahr.

Für die Monate Januar bis April meldeten die Übernachtungsbetriebe im Landkreis Starnberg 148 611 Übernachtungen. Das sind 14 740 weniger als in den entsprechenden Monaten des Jahres 2013. Damit liegen die Zahlen um 9 Prozent unter denen im Vorjahr. Absolut heißt das, 64 900 Gäste wurden in Pensionen, Hotels, Ferienwohnungen und Appartements beherbergt, 4055 weniger als im Jahr zuvor.

Der Rückgang an Übernachtungsgästen hat auch finanzielle Auswirkungen: Geht man von 70 Euro Umsatz pro Übernachtung aus, ergibt das für diese Monate ein Minus von 1 032 000 Euro im Vergleich zu 2013.

Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Starnberger Fünf-Seen-Land, Klaus Götzl, hat für das Minus eine einfache Erklärung: „Im vergangenen Jahr hatten wir mehr große Messen in München.“ Die bauma beispielsweise, die nur alle drei Jahre stattfindet und die weltgrößte Messe für Baumaschinen und Zubehör ist. „Die Messe ist so groß, dass viele Arbeiter oder Aussteller bei uns übernachten“, sagt Götzl. Zum einen wüssten sie, was sie am schönen Fünfseenland hätten, zum anderen sei die Übernachtung günstiger als direkt am Messegelände in München. Eine Rolle spielt in der Tourismusbranche auch immer das Wetter. Und das war in den ersten Monaten dieses Jahres „auch nicht so toll“, erklärt Götzl. Kurzfristige Urlaubspläne würden nach dem Wetter entschieden. „Bei Sonnenschein merken die Hoteliers das sofort an den Anfragen“, sagt der Verbands-Geschäftsführer. Und da mittlerweile der Sommer Einzug gehalten hat, sind die Zahlen derzeit in der Starnberger Region zufriedenstellend.

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