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Günther Klinge mit seiner Frau Lotte Habermann-Klinge im Juli 2006 bei der Verleihung des nach ihm benannten Kulturpreises im Gautinger Rathaus. Foto: svj

Trauer um Gautinger Ehrenbürger Günther Klinge

Gauting - Günther Klinge ist im Alter von 99 Jahren verstorben: Nach dem Ehrenbürger der Gemeinde ist der Gautinger Kulturpreis benannt. Er hatte etliche örtliche Künstler unterstützt.

Mit einem Haiku (Dreizeiler) haben Ehefrau Lotte Habermann-Klinge, seine Kinder Ralph und Dinah sowie vier Enkelkinde von Günther Klinge Abschied genommen. Er hatte es selbst geschrieben. Es lautet: "Herbsttage rollten wie Perlen einer Kette, deren Band zerriss“.

Die Gemeinde Gauting trauert um seinen Ehrenbürger. Nach ihm wurde 1980 der Gautinger Kulturpreis benannt. Er war bei fast jeder Preisverleihung anwesend. Ohne dies an die große Glocke zu hängen habe sein Freund etliche Gautinger Künstler unterstützt, erzählt Alt-Bürgermeister Ekkehard Knobloch.

Pharma-Unternehmer Klinge war in der Nachkriegszeit mit seiner Fimra nach München umgesiedelt. Er lebte mit seiner Familie von 1955 bis 1982 in Gauting. Diesen Ort habe ich wie ein richtiges Paradies inmitten der Natur erlebt, zitiert Autor Klaus J. Greiner den Haiku-Dichter und Maler.

Zahlreiche Auszeichnungen wie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, der Bayerische Verdienstorden, die Ehrenbürgerschaften der Gemeinden Gauting und Scharnitz/Tirol, die Ehrensenatorwürde der TU München und der Dokkyo-Universität Tokio wurden ihm zuteil. Doch der wertvollste war Klinge der Orden der „Aufgehenden Sonne“. Der japanische Kaiser Hirohito hat ihm diesen 1986 verliehen.

Kunstmäzen Klinge lebte zuletzt mit seiner zweiten Frau in Grünwald. Beim Trauergottesdienst am Donnerstag, 4. Juni, ab 12 Uhr in der evangelischen Thomaskirche Grünwald wird ein Quartett des Gautinger Musikvereins musizieren.

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