Logistikzentrum an A 96

Aldi wagt neuen Vorstoß in Wörthsee

Etterschlag - Aldi hat den Plan, östlich von Etterschlag an der A 96 ein Logistikzentrum zu bauen, noch nicht aufgegeben. Wie die Mehrheiten im seit 2014 amtierenden Gemeinderat aussehen, ist offen.

Beim ersten Mal hat es nicht geklappt, jetzt nimmt Aldi einen zweiten Anlauf, um auf Wörthseer Flur ein neues Logistikzentrum zu bauen. Michael Klöter, bei Aldi für die Filialentwicklung zuständig, stellt seine Pläne am Mittwoch, 3. Februar, im Gemeinderat vor. Sein Ziel ist, Aldis Pläne in Wörthsee doch noch zu einem Erfolg zu führen – nachdem ein Bürgerentscheid im Februar 2014 mit 54,5 Prozent gegen Aldi ausging. Falls der Gemeinderat den Plänen nicht abgeneigt ist, könnte es einen neuen Bürgerentscheid geben.

Klöter hat sich bei Bürgermeisterin Christel Muggenthal gemeldet und kommt nun auf deren Einladung in die Ratssitzung. Viel Neues wird er nicht im Gepäck haben. „Das Konzept ist das selbe geblieben“, sagt er auf Anfrage. Auch der Preis von rund 10 Millionen Euro. Neu ist allerdings der Gemeinderat, der sich die Pläne anhören will. Elf von 16 Gemeinderäten sitzen erst seit Mai 2014 in dem Gremium. Das war der Grund, warum die Bürgermeisterin dem Gremium vorschlug, Klöter einzuladen. „Wörthsee Aktiv hat sich nie zu den Aldi-Plänen geäußert, und auch die Position der Freien Wähler ist unklar“, sagt Muggenthal. Letztere waren sich Anfang 2014 nicht einig in Sachen Aldi. Die CSU war dafür, die Grünen und Muggenthals SPD dagegen. „Meine Meinung von damals hat sich nicht geändert“, sagt die Rathauschefin. „Ich bin kein Freund von überflüssiger Versiegelung. Wir sind nicht gezwungen, etwas zu verkaufen – ich würde das Areal weiter Natur sein lassen.“ Die Gemeinderäte sollen sich Klöters Vortrag anhören und dann in den Fraktionen diskutieren. „Wenn die Mehrheit des Rats positiv ist, dann tendiere ich zu einem neuen Bürgerentscheid.“

Derzeit ist die 130 000 m2 große Fläche Am Ziegelstadel landwirtschaftlich genutzt. Gekauft wurde sie einst als Ausgleichsfläche. Wie bereits 2013 will der Discounter das Areal mit einem begrünten Flachbau belegen und insgesamt etwa ein Drittel der 13 Hektar mit Freiflächen, Parkplätzen und Zufahrten versiegeln. „Die Untere Naturschutzbehörde wertet das begrünte Flachdach als versickerungsfähig“, sagt Klöter. Das auf dem Gelände vorhandene Biotop soll mit dem Wald nebenan verbunden werden. Zudem ist auf dem Dach eine Fotovoltaik-Anlage geplant. 200 Menschen sollen dort arbeiten. (edl)

Rubriklistenbild: © dpa

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