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Das Nordportal des Tunnels soll etwa so aussehen. Nachdem der Stadtrat am Montag eine Verlängerung abgelehnt hat, bleibt es bei diesen Planungen.

Stadtrat setzt auf Tempo

Starnberger Tunnel bleibt kurz

Starnberg - Lieber ein kurzer Tunnel als gar keiner: Eine Verlängerung des unter Starnberg geplanten B2-Tunnels wird seitens der Stadt Starnberg nicht weiter verfolgt.

Das entschied der Stadtrat am Montagabend, um eine schnelle Realisierung des Tunnels nicht zu gefährden.

Tunnel Starnberg: Protest, Projekt, Pläne

Vor allem Anwohner hatten eine Verlängerung des Tunnels und damit eine Verlagerung der Tunnelportale verlangt, damit vor ihrer Haustür nicht das vollendete Chaos entsteht. Im Kommunalwahlkampf war das ein großes Thema, nicht wenige Gruppierungen dachten laut darüber nach, die für die Verlängerungen nötigrn rund 20 Millionen Euro aus der Stadtkasse zu bezahlen.

Davon wollte gestern Abend fast niemand mehr etwas wissen. Mit 24 gegen 3 Stimmen votierte der Stadtrat klar für die Vorlage der Verwaltung, die eine Ablehnung der Verlängerungen vorsah: "Die Verlängerung wird nicht weiter verfolgt", stand da. Widerstand regte sich lediglich, weil die Staatssekretärin im Bundesverkehrministerium, Karin Roth (SPD), der Stadt bei der Portalfrage Unterstützung signalisiert hatte. Einige Stadträte wollten zunächst ein Gespräch der Stadtführung in Berlin abwarten, doch fand ein Antrag von Christiane Falk (SPD) keine ausreichende Mehrheit. Im Prinzip hat die Stadt damit ein Angebot des Bauherren auf zumindest eine Chance auf Nachbesserung ausgeschlagen.

Dennoch: Für alle Zeiten ist die Verlängerung nicht in der Schublade verschwunden. Stadtrat Jürgen Busse (UWG): „Wenn feststeht, dass der Tunnel nicht in den Investitionsrahmenplan aufgenommen wird, haben wir viel Zeit – auch, um über Verlängerungen zu reden.“ Der Rahmenplan wird 2010 beschlossen - und um die Aufnahme des Tunnels nicht zu gefährdet, hat sich die Stadt gegen die Verlängerung ausgesprochen.

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