Neben der Sparkasse an der Ludwigstraße wird bereits kräftig gebohrt. Vor allem die Grundwasserströme haben die Geologen im Auge. foto: jaksch

Tunnel-Bohrer in der Stadt

Starnberg - Die ersten sichtbaren Zeichen des B2-Tunnels: Derzeit lässt das Staatliche Bauamt durch 47 Bohrungen den Untergrund unter Starnberg prüfen. Doch es geht nicht nur um den Boden.

Rund die Hälfte der Bohrstellen wird zu Messstellen fürs Grundwasser ausgebaut, erklärt Sachgebietsleiter Rainer Pittrich. Wie wo Grundwasser fließt, muss ermittelt werden, um später einmal Stauungen an den Tunnelwänden zu verhindern. Die Geologen erhalten so die Gelegenheit, die Grundwasserströme über einen längeren Zeitraum zu beobachten. „Es ist wichtig, dass man die Schwankungen sieht“, macht der Straßenbauexperte deutlich.

Bis Herbst werden sich die Arbeiten hinziehen, gebohrt wird jeweils an vier Stellen. Bisweilen führt dies zu Verkehrseinschränkungen: In den Sommerferien wird laut Bauamt in der Rheinlandstraße gebohrt, die dazu vier Tage lang für den Verkehr gesperrt werden muss.

Mit „einer bis zwei Millionen Euro“ beziffert der Bauamtsmitarbeiter die Kosten für die Bohrungen. Der Tunnel selbst wird freilich ungleich teurer: Sollten die nötigen Mittel - insgesamt 105 Millionen Euro - bereitstehen, könnte nach Meinung Pittrichs mit den „oberirdischen Straßenbauarbeiten“ im nördlichen Bereich von Starnberg schon im kommenden Jahr begonnen werden. Den Tunnelbau selbst – die Bauzeit ist mit viereinhalb Jahren veranschlagt – hält der Bauamtsmitarbeiter ab 2012 für möglich.

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