Umbau für Feuerwehr 130 000 Euro teurer

Herrsching - Die Feuerwehr Breitbrunn erhält nun doch eigene Schulungsräume. Kontaminierter Boden sorgt für weitere Kosten.

Die Kosten für das neue Breitbrunner Feuerwehrhaus erhöhen sich von 1,6 Millionen Euro auf 1,73 Millionen - der Herrschinger Gemeinderat stimmte dem am Montag zu.

Bei einer Ortsbegehung hatte der planende Architekt Anton Sommersberger Gemeinde und Feuerwehr auf die entdeckten, unvorhersehbaren Mängel am alten „Böck Haus“ hingewiesen. „Nach Beginn der Arbeiten hat sich herausgestellt, dass die Baugrube in einem Umfang von rund 500 Kubikmetern kontaminiert ist und der Boden entsorgt werden muss“, sagte der Planer. Zudem sei ein mit Unrat aufgefüllter Keller entdeckt worden, der auf keinen Planunterlagen dargestellt sei. Die vorhandenen Fenster haben keinen Sturz. Der aber müsse neu eingezogen werden.

Allein für diese unvorhersehbaren Arbeiten entstünden Mehrkosten von 46 000 Euro. Die St. Josef Kongregation habe signalisiert, so der Planer, sich mit 10 000 Euro an der Beseitigung der Kontaminierung zu beteiligen.

Der Vorschlag, das komplette Gebäude abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, sei wenig sinnvoll, sagt Sommersberger. Nicht nur weil bereits zu viel Geld in diese Planung investiert worden sei, ein Neubau an dieser Stelle hätte auch wegen fehlender Abstandsflächen baurechtlich keine Chance auf Verwirklichung.

Die Schulungsräume im ersten Obergeschoss, die aus Kostengründen ursprünglich gestrichen worden waren, sollen nun doch ausgebaut werden. Auch den Einbau einer Abgasanlage haben die Räte befürwortet. Für weitere mögliche unvorhersehbare Risiken werden 30 000 Euro in der mittelfristigen Finanzplanung berücksichtigt.

Der Schulungsraum sei dringend notwendig, begründete der Vorstand der Breitbrunner Wehr, Thomas Bader, die nachträgliche Änderung. „Er ist so wichtig wie das Gerätehaus“, beteuert er. Gemeinsame Schulungen mit den Herrschinger Kollegen gäben wenig Sinn, Einsätze und Aufgaben seien zu unterschiedlich. „Wir sollten zustimmen“, sagte Klaus Pittrich (CSU), „es gibt kein Zurück mehr“. Der Feuerwehrreferent der Gemeinde, Martin Singer, ist von seinem Standpunkt nicht abgerückt. Diese Beschlüsse seien gegenüber der Herrschinger Feuerwehr, die auf vieles verzichtet habe, nicht zu vertreten.

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