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Die Polizei hat ihre Lehre aus dem vergangenen Jahr gezogen und ist heuer auch noch Mitte April auf Winterreifen unterwegs. 

Glätteunfälle

Auf Sommerreifen ins Verderben

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Der nachösterliche Wintereinbruch hat am Dienstagmorgen auch im Landkreis Starnberg die Autofahrer vor große Probleme gestellt. Der Grund: Die meisten waren schon auf Sommerreifen unterwegs, Unfälle mit teils erheblichen Sachschäden blieben nicht aus.

Unfallschwerpunkt war nach Angaben der zuständigen Verkehrspolizei in Weilheim die Autobahn 95: Gegen 8.05 Uhr erwischte es zunächst einen 38-jährigen Ingolstädter, der mit seinem Audi von München in Richtung Dreieck Starnberg unterwegs war. Kurz vor Oberdill geriet der Wagen wegen nicht angepasster Geschwindigkeit auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern und krachte in die rechte Schutzplanke. Der Audi ist Schrott, den Sachschaden beziffern die Beamten mit rund 15 000 Euro. Der Fahrer, der bereits die Sommerreifen auf seinen Wagen gezogen hatte, blieb zum Glück unverletzt.

Auch ein 28-jähriger Rumäne, der wenig später in der Gegenrichtung mit seinem VW-Transporter in die Mittelleitplanke krachte, war auf Sommerreifen unterwegs. Der Dietramszeller hatte gegen 8.50 Uhr kurz vor der Abfahrt Schäftlarn beim Bremsen die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Der Schaden liegt laut Polizei bei rund 1200 Euro, der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

Ebenso erging es wenige Minuten später und nur ein paar hundert Meter entfernt einer 79-jährigen Starnbergerin in ihrem Mini. Auch sie geriet in Fahrtrichtung München auf Sommerreifen beim Bremsen ins Schleudern, rammte den vor ihr fahrenden Opel eines 58-jährigen Tölzers und donnerte in die rechte Leitplanke. 17 000 Euro Sachschaden schlagen laut Polizei zu Buche.

Die Verkehrspolizei musste nach allen drei Unfällen die Autobahn kurzzeitig sperren, es kam zu erheblichen Behinderungen. Dass die Beamten rechtzeitig vor Ort waren, hatten sie der Tatsache zu verdanken, dass ihre Autos noch mit Winterreifen unterwegs waren. Man habe die Lehre aus dem vergangenen Jahr gezogen, als es ebenfalls einen späten Wintereinbruch gegeben habe, berichtet Polzeioberkommissar Maximilian Kröll.

Auf Winterreifen waren am Morgen auch die Beamten der Polizei in Starnberg zu zwei Kleinunfällen auf der Bundesstraße B2 zwischen Monatshausen und Obertraubing unterwegs. Kurz nacheinander waren dort zwischen 7.10 und 7.20 Uhr eine 41-jährige Andechserin und eine 46-jährige Weilheimerin mit ihren Autos von der schneeglatten Fahrbahn abgekommen; beide auf Sommerreifen. Die Sachschäden lagen bei je 250 Euro, berichten die Beamten. Aus den übrigen Gemeinden im Landkreis meldeten die Polizeiinspektionen keine weiteren Glätteunfälle.

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