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Symbolbild

Statistik 2016

Drei Unfalltote durch Raserei

Im Jahr 2016 sind weniger Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen als 2015 – damit liegt der Landkreis im Trend. Die Gesamtzahl der Unfälle und der Verletzten jedoch ist geringfügig gestiegen – und auch damit liegt der Kreis im Trend.

Landkreis– Der starke Anstieg der Unfallzahlen im Jahr 2015 hat sich deutlich verlangsamt, jedoch sind auch 2016 die Unfallzahlen gestiegen. Die gute Nachricht: Nach sieben Todesopfern in 2015 kamen im vorigen Jahr nur vier Menschen auf den Straßen ums Leben. Weiter gestiegen sind die Fahrradunfälle, wie die gestern veröffentlichte Statistik von Johannes Bauer, Verkehrssachbearbeiter der Polizei, ausweist.

Bauer stellt jedes Jahr aufs Neue klar: Die Statistik ist nur eine Momentaufnahme eines Jahres, mehr nicht. Trends sind zudem regional unterschiedlich. Im nördlichen Oberbayern, dem Gebiet des Polizeipräsidiums in Ingolstadt, sind alle Zahlen gestiegen, auch die der Unfalltoten. In Deutschland hingegen gab es weniger Opfer. Die Zahlen für den Landkreis Starnberg: 4490 Unfälle (+ 7 oder 0,15 Prozent) – das entspricht einem alle zwei Stunden. Bei 563 Unfällen (+ 0,53 Prozent) gab es Verletzte, deren Zahl erstmals seit 2007 wieder die Marke von 700 erreichte (+ 3,39 Prozent). Gesunken ist die Zahl der Todesopfer von sieben auf vier. Alle diese Werte werden vom Wetter beeinflusst, von den Schneetagen oder jenen mit Glatteis. Die Zahl der Kleinunfälle (Parkrempler und dergleichen) ist um ein Prozent auf 2574 gefallen, die Zahl der Wildunfälle ging um fünf Prozent zurück auf 568.

Bei den Unfallursachen hat Alkohol an Gewicht verloren (- 12,96 Prozent), auch gab es weniger Verletzte bei Alkoholunfällen. Immer mehr Unglücke gehen hingegen auf das Konto Geschwindigkeit. 16,7 Prozent mehr Unfälle sind Bauer zufolge darauf zurückzuführen. Die Verletztenzahl stieg um 15 Prozent auf 46 – und drei Menschen kamen infolge von Tempounfällen ums Leben. 2016 kontrollierte die Polizei massiv und bat rund 8000 Autofahrer zur Kasse. „Auffallend ist, dass trotz einer leichten Erhöhung der Kontrollen die Geschwindigkeitsverstöße zurückgingen. Der Rückgang zeigt, dass die entsprechenden Kontrollen ihre nachhaltige Wirkung zeigen“, stellt Bauer fest.

Bei Unfällen von und mit Rad- und E-Bike-Fahrern zeigt der Trend ebenfalls weiter nach oben. 215 Unfälle wurden 2016 bekannt, fast vier Prozent mehr als 2015. Dabei wurden 216 Menschen verletzt. 91 der Vorfälle waren Stürze, ohne dass andere Verkehrsteilnehmer beteiligt waren. Steigend sind auch die Unfallzahlen mit Pedelecs: 15 Verletzte bei 15 Unfällen, zehn Fahrer stürzten ohne Fremdeinwirkung.

Regelrechte Unfallschwerpunkte macht Johannes Bauer im Kreis nicht mehr aus. Auffallend sei, dass durch viele Ausbauten auch jene Straßen heute sicherer seien, an denen Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgehoben wurden. 2017 werde man weiter versuchen, den Schilderwald zu reduzieren. Zudem werde die Polizei auch heuer scharf bei Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen kontrollieren.

Schwerpunkte gibt es dann eigentlich doch: die Autobahnen. Auf A 95, A 96 und A 952 ereigneten sich voriges Jahr 286 Unfälle, bei denen 71 Menschen verletzt wurden – Letzteres ist eine deutliche Steigerung.

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