Unmut über G8 erweicht den Landesvater

Tutzing - Beim Neujahrsempfang der Evangelischen Akademie Tutzing am Mittwoch übten die prominenten Festredner deutliche Kritik an der deutschen Bildungslandschaft.

Unmut in der Bevölkerung mag Günther Beckstein wohl nicht allzu sehr. Beim Neujahrsempfang der Akademie am Mittwoch kündigte Bayerns Ministerpräsident jedenfalls an, in der Bildungspolitik durchzugreifen. So will er den Ausfall von Unterrichtsstunden an den Schulen eindämmen und hofft, schon in diesem Jahr deswegen "keinen Ärger mehr zu bekommen", wie er sagte. In seiner Rede gestand er auch ein, dass das achtstufige Gymnasium (G8) Schüler überfordern könne und versprach, dass dies in einer Arbeitsgruppe überprüft werde.

"Wir wollen, dass die Migrantenkinder deutsch können ­ dass sie zu Aufsteigern werden", bekannte Beckstein weiter. Bayerns evangelischer Landesbischof Johannes Friedrich ging auf die derzeitige Debatte um die Strafverschärfung bei kriminellen Jugendlichen ein. Eine solide Ausbildung von jungen Menschen, "egal ob Ausländer oder Deutsche", wäre weit hilfreicher "als der Bau solider Gefängnisse".

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