Unter Zeitdruck

Dießen - Schon in der nächsten Woche wollen die Inhaber des Dießener Bergrechts mit Bohrungen beginnen. Weil die Verhandlungen mit der Marktgemeinde für Romenthal ins Stocken geraten waren, haben sie jetzt einen anderen Bohrplatz ausgemacht - einige hundert Meter von der Ortsgrenze entfernt. Die Kommune, die gerne mit ins Geschäft eingestiegen wäre, war von der Nachricht überrascht. Die Investoren stehen unter Zeitdruck, denn ihr Bergrecht läuft im März 2008 aus, wenn sie bis dahin nicht schon irgendwo gebohrt haben.

Die Gautinger Firma G-Therm Energy und Water war schon vor Monaten mit den Dießenern in Kontakt getreten, um auf dem gemeindeeigenen Areal Romenthal zu bohren. Die Gautinger wurden mit Bürgermeister Herbert Kirsch offenbar nicht handelseinig über einen Pachtvertrag. Kirsch zweifelte in der Folge die Vergabe-Vorgaben für Bergrechte im Wirtschaftsministerium an (wir berichteten). Denn die Gemeinde wäre gern am Bergrecht beteiligt worden. Der Vorstoß hatte keinen Erfolg.

Um ihr Bergrecht nun nicht zu verlieren, das nur zwei Jahre gilt, wenn in diesem Zeitraum nicht irgendwo gebohrt wird, hielten die Investoren Ausschau nach anderen geeigneten Flächen und scheinen diese westlich von Dießen gefunden zu haben. Bürgermeister Kirsch indes hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Zurzeit wird fleißig der Bedarf an Erdwärme in Dießen ermittelt.

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