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Kurzer Zwischenstopp zum technischen Dienst in Hohenfurch an der Schönach: Nicki (v. l.), Max und Rainer Gandl aus Inning in Hohenfurch. Foto: Herold

Urlaub im Wehrmachtsgespann

Inning - Rainer Gandl hat ein besonderes Hobby: Er sammelt Fahrzeuge aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. An Wochenenden und in den Ferien packt er Frau und Kind ein und geht auf Tour.

Ins Auge fallen sie schon, die Gandls aus Inning. Seit Samstag sind sie unterwegs. Dabei haben sie alles, was zum Leben und Überleben notwendig ist. Ihren Urlaub verbringen sie in einem Wehrmachtsgespann. Eine Woche fahren sie kreuz und quer und vor allem gemütlich Richtung Bodensee und zurück. Vater Rainer als Fahrer auf der BMW 750 und Mutter Nicki mit Sohn Max (10) im Beiwagen.

„Wir sind gerade auf dem Weg Richtung Oberstaufen“, erzählt der Inninger Unternehmer. Heute wollen sie am Bodensee sein. Und dann geht es wieder kreuz und quer zurück über Arlberg und Tirol an den Ammersee.

Es ist nicht die erste Tour, „das machen wir öfter“. Sohn Max hat Touren im Beiwagen quasi in die Wiege gelegt bekommen. Denn sein Vater ist ein Sammler solcher Gefährte aus dem Zweiten Weltkrieg. Zu Hause in der Garage stehen noch eine Zündapp, ein Kübelwagen und ein alter US-Army-Jeep, verrät Rainer Gandl. Eine Leidenschaft, die man dem Unternehmer nicht nehmen kann. Und es gibt viele Bekannte, die diese Leidenschaft mit ihm teilen, „die helfen mir dann, die Fahrzeuge zu warten und herzurichten“.

Alle Teile der BMW mit Hänger sind im Originalzustand, selbst Benzinkanister oder Wasserflaschen aus Aluminium sind noch von damals. Zum Festzurren werden Hanfstricke verwendet, versteht sich. Und zum Feuermachen wird die Flamme des alten Benzinkochers mit dem Sturmfeuerzeug entzündet. Nur bei der Bekleidung haben Mutter Nicki und der zehnjährige Max ein bisschen geschummelt. Sie wollten auf ihr gewohntes Outfit nicht verzichten. Die zwei Zeltbahnen mit Tarnnetz, die sich hinten auf dem Hänger befinden, dienen allerdings nur zum Gepäck-verpacken. Allzu stilecht muss es also auch für Papa Rainer nicht sein. Trotzdem ist bei der Übernachtung von Luxus nicht die Rede. Geschlafen wird im Zelt - auf dem Campingplatz oder auch mal in der freien Natur. „Bis man uns verjagt, sind wir eh wieder weg.“ Denn Wildcampen ist nicht eigentlich erlaubt. Und gegessen wird, was im Gespann an Konserven verstaut werden konnte. Das war jedenfalls der Vorsatz, mit dem sich die Gandls auf den Weg gemacht haben.

Auf die Frage nach dem Spatengang entlockt man Rainer Gandl nur ein breites Lachen, dann tritt er den Motor an und ab geht’s - weiter in Richtung Westen.

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